„Wem nützt es?“

A. Schernikau aus Klein Gartz greift zum Thema Kohlendioxidspeicherung bei Mahlsdorf einen Leserbrief von Dr. Markus Treml aus Unterföhring auf:

Aussagen, dass von austretendem Kohlendioxid für den Menschen keine Lebensgefahr ausginge, ist falsch. Zwar ist das Gas im Gegensatz zu Kohlenmonoxid weder brennbar noch giftig, weshalb es immer wieder gerne als ungefährlich dargestellt wird. Doch ist Kohlendioxid schwerer als Luft und „fließt“ daher zu tiefen Stellen. Dort sammelt es sich und verdrängt die Umgebungsluft und mit ihr den lebensnotwendigen Sauerstoff.

Träte also Kohlendioxid aus einer Lagerstätte im Boden aus, wären die in benachbarten Senken oder Tälern wohnenden Menschen sehr wohl in Lebensgefahr. Nicht einmal die Flucht mit dem Auto wäre ihnen mögich, denn auch der Verbrennungsmotor der Fahrzeuge benötigt Sauerstoff.

Bei einem unkontrollierten Austritt von Kohlendioxid aus einer automatischen Löschanlage in Folge eines Defekts kam es so am 16. August 2008 in Mönchengladbach zu einem dramatischen Unfall mit mehr als 100 Verletzten. Hubschrauber mussten eingesetzt werden, um das Gas aufzuwirbeln und dessen Konzentration herabzusetzen. Die Abscheidung und „Endlagerung“ von Kohlendioxid (CCS-Technik) und der Transport solch großer Gasmengen bis zur Lagerstelle bergen also auch für den Menschen direkte Risiken. Zudem wird das Problem so auch nur aufgeschoben. Eine Lösung ist die CCS-Technologie also nicht.

Hier stellt sich die Machtfrage: Wem nützt es? Wem nützt die Realisierung der CCS-Technik, warum und wozu?

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