AZ-Leserbrief

„Was hat das mit Fair Play zu tun?“

+
(Symbolbild)

Zum Fußball-Kreisoberliga-Punktspiel zwischen dem 1. FC Lok Stendal II und dem SV Germania Tangerhütte erreichte die Sportredaktion der Altmark Zeitung folgender Leserbrief:

„Am Samstag fand das Kreisoberligaspiel Lok Stendal II gegen Germania Tangerhütte statt (Endstand: 3:0). In den Reihen von Lok II wirkten offiziell acht Spieler aus dem Kreis der ersten Mannschaft, die in der Oberliga Süd spielt, mit. Diese spielen eigentlich vier Klassen höher, sind Vertragsfußballer und bekommen am Ende des Monats mehrere hundert Euro dafür. Da fragt sich der normale Fußballfan, was diese Aktion auch nur im Ansatz mit Moral und vor allem Fair Play zu tun hat?!

Wir spielen hier im Kreismaßstab hobbymäßig Fußball, aus Spaß an der Freude, unentgeltlich und in den meisten Fällen noch mit Unkosten (Ausrüstung, Spritkosten, usw.) verbunden. Ich weiß, jetzt wird bei Lok Stendal wieder darauf hingewiesen, dass die Fußballgesetzte das erlauben. Das ist leider richtig und es sollte beim DFB bzw. FSA in Magdeburg überlegt werden, ob das im Sinne des Fair Play so alles richtig ist. Auch den KFV Altmark Ost, der sich ebenfalls hinter diesen Regeln versteckt, könnte man mal auffordern, zumindest das Gespräch mit Lok Stendal zu suchen.

Aus mehreren Gesprächen mit unseren Anhängern habe ich am Samstag erfahren, dass sie in nächster Zeit einen großen Bogen um das „Hölzchen“ machen werden und sich kein Oberligaspiel mehr anschauen. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen von Lok Stendal in dieser Woche mal fünf Minuten Zeit nehmen und sich über die Konsequenzen ihres Handelns Gedanken machen. Aber wahrscheinlich wird das nur ein frommer Wunsch bleiben.

P.S.: Übrigens erzählten mir eine halbe Stunde vor dem Spiel Fans von Lok, dass Lok II ohne die acht Oberligaspieler gar keine spielfähige Mannschaft zusammen bekommen hätte.

Mit sportlichen Grüßen, Peter Borstel, Herrenspielleiter SV Germania Tangerhütte.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.