Verbrennen von Gartenabfällen: Ellen und Andreas Renne kritisieren Landkreis

„Verordnung bleibt verwunderlich“

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(Symbolbild)

Ellen und Andreas Renne aus Tangermünde äußern sich zum Verbrennen von Gartenabfällen im Landkreis Stendal und dessen Verhalten gegenüber den Bürgern:

Lesermeinung

"Die Argumentation des Landkreises zur Verbrennungsverordnung bleibt weiterhin „verwunderlich“. Man bezieht sich auf die Ökobilanz, die beim Einsammeln der Abfälle entsteht. Richtig ist, dass hier durch Abgase weiteres CO2 in die Luft geblasen wird. Verschiedene Rechenmodelle, wie hoch der Schadstoffanteil durch Fahrzeuge ist, lassen jedoch vermuten, dass deren Anteil am „Gesamtaufkommen“ eher gering ist (wobei natürlich jedes Gramm zu viel ist).

Beim Verbrennen jedoch werden weitere, andere Giftstoffe produziert, wie von Herrn Friedrich Käther dargelegt. Auch gibt der Landkreis an, dass es am 3. November eine Anzeige gab, worauf hin sich eine Mitarbeiterin um die Einhaltung der Vorschriften kümmerte. Dies kann so nicht stimmen, da das Feuer nach der Anzeige weitere zwei Stunden kräftig qualmte. Auch folgende Aussagen von Mitarbeitern des Landkreises lassen vermuten, dass der Inhalt der Verbrennungsverordnung diesen nicht vollständig bekannt ist: „Ist doch heute gestattet“ (bei starkem Qualm, was nicht erlaubt ist); „Ist der Qualm schwarz?“ (Ist weißer Qualm nicht giftig?); „Ich schau dann demnächst mal hin, was man machen kann“; „Das ist doch Empfindungssache“. Auch Hinweise, dass ein Verbrennen direkt an einer Grundstücksgrenze stattfindet (mindestens fünf Meter Abstand sind zu halten) und auf diesem Grundstück in dieser Saison nicht zum ersten Mal verbrannt wird, werden augenscheinlich nicht ernst genommen – obwohl laut Verordnung verboten! Wenn der Bürger schon vom Landkreis in die Pflicht genommen werden soll und Anzeige erstatten muss, warum wird dann nicht entsprechend reagiert? Aufgabe der Bürger ist die Überwachung einer Verordnung nicht.

Sparkassenaffäre, mangelhafte Überprüfung von Schlachtbetrieben, mangelhafte Kontrollen in der landwirtschaftlichen und privaten Tierhaltung, keine Entsorgung von gemeldeten illegalem Müll an fließenden Gewässern (Elbe 2013), sodass das Hochwasser den Müll mitnimmt, falsche Kalkulation der Müllgebühren, Wahlfälschung, unsachgemäße Pferdehaltung über Monate hin durch den Landkreis von eingezogenen Tieren, bis hin zur Art der Behandlung von Fragestellern in der öffentlichen Bürgerfragestunde des Landkreises (eigene Erfahrung) durch den Landrat, der auch in den entsprechenden Aufsichtsräten sitzt sowie Dienstherr der entsprechenden Ämter ist: In was für einem Landkreis leben wir? Man verprellt den Bürger weiterhin und jammert anschließend lauthals über die Folgen und Wahlergebnisse. Wer ist eigentlich „Arbeitgeber“ der Politik und bezahlt diese für ihre Leistungen? Wer will hier noch behaupten, dass der mündige Bürger ernst genommen wird – die Auswirkungen werden unsere Kinder und Enkel spüren, während die jetzigen Politiker ihren abgesicherten Ruhestand genießen."

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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