„Unterlassene Hilfeleistung“

Ralf Hentschel aus Kuhfelde bedankt sich bei zwei Altmärkern für die Hilfe:

„Am Heiligabend war ich mit meinem Sohn bei Schneegestöber gegen 21 Uhr auf der Verbindungstraße Bars zur B71 unterwegs. Leider kamen wir nur bis zur Hälfte der Verbindungstraße in Richtung B71. Trotz etlicher Versuche den Schnee unter und vor dem Auto wegzuschieben bekamen wir es höchstens einen halben Meter weit und saßen schon in der nächsten Schneewehe fest. Als es wirklich nichts mehr ging und noch weitere zwei Autos festsaßen entschlossen wir uns die Polizei anzurufen.

Die Polizei leitete unser Gespräch zur Feuerwehr weiter und diese informierte die Kreistraßenmeisterei . Nach etwa einer halben Stunde sahen wir ein Räumfahrzeug auf der B 71 das am Abzweig nach Bars anhielt und sich mit den anderen festsitzenden Autofahrern unterhielt. Mein Sohn und ich freuten uns über die Hilfe und lobten den schnellen Einsatz. Aber weit gefehlt, nach etwa fünf bis zehn Minuten drehte der Fahrer und fuhr unverrichteter Dinge wieder davon. Für mich und meinen Sohn war es wie ein Schock, denn wir steckten schon fast anderthalb Stunden im Schneesturm bei -3 °C fest.

Gegen 11 Uhr informierte ich noch einmal die Polizei über unsere Lage und dass ich mich entschlossen hatte, mein Fahrzeug stehen zu lassen. Dabei berichtete ich auch über das Wegfahren des Räumfahrzeuges. An der B71 angekommen, wo wir abgeholt werden sollten, befuhr Sven Türpe die gleiche Straße, ich macht ihn auf unsere Lage aufmerksam. Er beschloss sofort mit seinem Allradfahrzeug zu helfen. Wir fuhren über Quadendambeck auf die Straße. Am Anfang kam er auch auf der Stichstraße in Richtung B71 voran, bis er selber festsass.

Daraufhin informierte er den Gaststättenbesitzer (Winterfelder Hof) Herrn Kamieth aus Winterfeld, da der einen Traktor besitzt, über unsere Lage. Dieser erklärte sich auch sofort bereit, uns zu helfen. Nach etwa 20 Minuten befuhr er auch mit heruntergelassener Schaufel die Straße und schob eine Seite frei. Inzwischen war es schon fast Mitternacht. Danach zog er Auto nach dem anderen heraus und schlepptediese bis zur B 71. Nach einer halben Stunde war alles erledigt. Ich möchte mich bei Herrn Kamieth und Herrn Türpe recht herzlich für ihre Hilfe bedanken. Die Reaktion des Räumfahrzeugführers kann ich einfach nicht nachvollziehen. Für mich kommt das einer unterlassenen Hilfeleistung gleich. Soviel zum schönen heiligen Abend in Familie.“

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