Klaus-Dieter Eberhard fordert ein Umdenken

Übertriebene Pflege von Bäumen und Hecken

Betr. : Straßenbegleitgrün zwischen Estedt und Schenkenhorst. Dazu schreibt Klaus-Dieter Eberhard aus Estedt:.

Leserbrief

„Straßenbegleitgrün – wo bleibt der Naturschutz? Ich fahre die Straße von Estedt nach Schenkenhorst entlang und traue meinen Augen nicht.

So lange ich diese Strecke befahre, verliefen dort Windschutzstreifen. Windschutzstreifen haben wichtige Funktionen (wie: Schnee-, Windschutz, ...) und somit einen direkten Nutzen für den Menschen. Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind diese Hecken wertvolle Lebensräume.

Im Frühjahr konnte man sich über eine Pracht von einem Blütenmeer erfreuen. Aber was ist jetzt passiert?

Sogenannte Pflegearbeiten wurden derart übertrieben ausgeführt. Die wenigen Bäume wurden meterhoch aufgeästet, das Unterholz der Hecke übermäßig entnommen und kleingehäckselt. Für mich ein erschreckendes Bild, da wieder ein Stück heimische Natur am Verschwinden ist.

Hier bedarf es ein Umdenken, dass die Altholzbestände/Hecken erhalten und gepflegt werden, da Feldgehölze einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung verschiedener Ökosysteme (Ökokorridore) liefern. Viele Tiere sind in verschiedenen Lebensstadien auf die Passierbarkeit und Erreichbarkeit verschiedener Lebensräume (Wanderungen, Paarungszeit) angewiesen. Die Pflege von der Straßenbegleitbegrünung sollte daher nach naturnahen Richtlinien erfolgen.“

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