Leserbrief

„Die Stadt saniert sich auf Kosten der Dörfer“

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Erstmal dicht: das Liestener Waldbad.

Sarina Paul aus Pretzier äußert sich zum AZ-Artikel „Liestener Bad bleibt zu“ (Ausgabe vom 8. Juli):

„Nachdem es seit Jahren immer wieder die gleichen Diskussionen gab, ob das Waldbad Liesten öffnet oder nicht, bleibt es nach einmonatigen Betrieb zu. Die Gesundheit der Gäste ist in Gefahr, lese ich und denke: Okay, seit Jahren gibt es immer wieder Diskussionen. Und seit Jahren wird weder investiert, modernisiert oder saniert? Es werden keine vorhandenen Fördermittel seitens der Stadt beantragt. Warum nicht? Sieht so ein langfristig geplantes langsames Sterben des Waldbades in Liesten aus? Muss ja, denn aus den eingemeindeten Dörfern sind ja nur die Gewerbesteuern willkommen (zum Beispiel Windpark Liesten), aber erhalten will man in den Dörfern nichts. Die Stadt saniert sich auf Kosten der Dörfer!

Aber auch der Stadtrat hat leider keinerlei Interesse! Nicht ein Mitglied war bei irgendeiner der Putz- und Reparaturaktionen dabei. Schon klar, auch in der Kommunalpolitik will man sich die Hände nicht schmutzig machen. Ein WIR – gemeinsames Handeln für und mit dem Bürger – gibt es schon lange nicht mehr. Wollte man das überhaupt mal? Das nur am Rande erwähnt.

Hier im Waldbad Liesten engagieren sich Bürger, die auch Steuerzahler oder Gewerbetreibende sind, in ihrer Freizeit zum Erhalt des Waldbades und bekommen jetzt eine Klatsche mitten ins Gesicht! Es wurde zum Beispiel Unkraut gejätet, Fenster geputzt, Rasen gemäht, Laternen gestrichen, Zäune repariert, Schwimmbecken geschrubbt, Hecke geschnitten, Pflasterarbeiten und kleine Fliesenreparaturarbeiten ausgeführt. Im Freibad in Salzwedel brauchen keine Bürger mit anpacken. Warum wird mit zweierlei Maß gemessen?

Nun gut: An einer Lösung werde gearbeitet, so lese ich weiter.... Ich bin gespannt!“

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