„Sinnlose Beschädigung einer bunten Wand“

Berthold Schulze, Geschäftsführer der Jeetzeschule, bringt seine Wut über einen widerholten Graffitianschlag auf die Fassade der privaten Bildungseinrichtung.

Nun ist es also wieder geschehen. Nachdem die braunen Gesinnungsgenossen bereits beim Herstellen der Fassade an der Jeetzeschule gemeint hatten, mit der zu ihnen passenden Farbe einen Spruch lassen zu müssen, wurde dieser aufwändig entfernt, und die Fertigstellung des Bildes an der Karl-Marx-Straße fand dennoch statt.

Es kam aber, was kommen musste: Die Antis machten sich erneut bemerkbar und mussten das Graffiti mit Weiß (die Gegenfarbe?) überziehen. Auch hier wurde durch die private Schule schnell Hilfe gefunden, und das Bild war bald wieder ein schöner Blickfang auf meinem Arbeitsweg.

Doch am Wochenende hat die schwarze Fraktion erneut einen „hochintelligenten, kulturellen Beitrag“ geleistet und das Friedenszeichen am Giebel der Schule mit einer Terrorline durchkreuzt (Vielleicht war es aber auch nur die Aufnahmeprüfung im Verein für einen, der nicht mal schreiben, geschweige denn nachmalen kann.).

Man mag zu dem Maler, seinem Bild und dessen vermeintlichen Botschaften stehen, wie man will – ich freue mich einfach immer, wenn ich einem Farbtupfer auf meinen Wegen begegne. Der an der Jeetzeschule ist jeden Tag ein Lächeln für mich wert.

Doch dann kommen Leute, die ihre Meinung scheinbar nur durch Dreck und Schmierereien ausdrücken können und beschädigen privates Eigentum. Und nichts weiter ist an der Fassade der Jeetzeschule passiert. Denn ein Für- oder Gegen-was-weiß-ich-auch-immer kann ich in diesem Fall nicht erkennen. Und alle, die ich gefragt habe, denen ging es auch so: sinnlose Beschädigung einer bunten Wand an einem nicht öffentlichen Haus.

Wenn das aber eine Nachricht sein sollte, Ihr Kulturfreunde, dann habe ich sie verstanden: Bei den kommenden Wahlen kann niemand in diesem Lande Rechts wählen, denn das sind augenscheinlich die, die das Eigentum anderer nicht achten. Und beim „K(r)ampf“ gegen Andersdenkende schon gar nicht (Das gilt übriges auch für die Linken, doch die stehen ja eh nicht als angebliche Demokraten zur Wahl.).

Einer, der sich um Politik bisher nicht kümmerte, aber nun langsam die Nase voll hat von den Spasten.

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