Sichtbares Zeichen der Versöhnung

Esther Gurwell aus Wallstawe schreibt zur Gedenkveranstaltung anlässlich der Stolpersteinverlegung in Salzwedel:

Gemeinsam mit den Angehörigen der ehemaligen jüdischen Mitbewohner, welche aus Israel, den USA und England kamen, wurden Erinnerungen verlesen. Erinnerungen vom guten Miteinanderwohnen und -leben und vom Wandel, der viel Leid in die jüdischen Familien brachte.

Ich finde es gut, dass die Hansestadt Salzwedel sich für diese Gedenkfeier entschieden hat und ein Zeichen der Versöhnung, sichtbar für alle, durch die Stolpersteine gesetzt hat.

Danke auch dafür, dass der ökumenische Jugendchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Matthias Böhlert die Gedenkstunde mit einem Gebetslied eröffnen durfte. Dieses Lied: „In memoriam“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ spricht für sich und bedarf kaum weiterer Worte. Es ist der Ruf zur Versöhnung über das Leid, was Menschen nicht wieder gutmachen können, ein Ruf um Vergebung.

Auch die Orgelmusik von Matthias Böhlert mit Improvisationen zum Hörspiel „Die Akte Stein“ war passend. Am Schluss konnte man dann die Gedanken ordnen bei „Fantasie in C-Moll“ von J. S. Bach, ebenfalls auf der Orgel gespielt von Matthias Böhlert.

Da die Gedenkfeier ja am jüdischen Shabbat stattfand, konnten wir uns noch persönlich von den jüdischen Gästen mit einem Shabbat Shalom verabschieden. Es war ein gelungener Tag.

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