Energiewende geht nicht mit „völligem Wildwuchs in den Entscheidungsprozessen“

Schulz fordert bundesweite Initiative

Der Altmarkkreis-Vorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen und Salzwedeler Stadtrat, Martin Schulz, hat sich vor dem Hintergrund der Ablehnung von Windenergiestandorten in der Region an einem Workshop zum Thema „Energiewende“ in Magdeburg beteiligt.

Schulz konstatiert am Beispiel Salzwedel einen „völligen Wildwuchs in den Entscheidungsprozessen“:.

Leserbrief

„Neben der Kernstadt haben wir 48 weitere Ortsteile. Gibt es in der Gemarkung der jeweiligen Ortschaft eine Windvorrangfläche, so wird die Errichtung von Windenergieanlagen in der Regel in der Ortschaftsratsitzung wegen vorgeschobener Verspargelung abgelehnt. Da die Ortschaftsräte im Allgemeinen keine Meinung zur Errichtung von Windkraftanlagen haben, gibt es immer entsprechende Assistenz von Vertretern des städtischen Bauamtes; das heißt in jedem Falle Verhinderung.

Am Ende wird auf subtile Weise, nämlich über eine Höhenbegrenzung, die Ablehnung der Windenergieanlage empfohlen und anschließend immer vom Salzwedeler Stadtrat beschlossen.

Natürlich kennen die Ortschaftsräte ihre Nachbarn mit den begünstigten Ackerflächen und in Wahrheit befeuert dies die Neidkomplexe derer, deren Ackerflächen an das Windvorranggebiet angrenzen. Ein nennenswerter fünfstelliger Betrag an Jahresmiete scheint ein leistungsloses Einkommen des Begünstigten zu sein … pfui!

Lasst uns bitte darüber Klarheit erlangen, im Rahmen einer Provinzposse ist den kommunalen Gebietskörperschaften bisher freigestellt, die Energiewende nach Gutdünken abzuwürgen. Gegenvorschlag: Wie beispielsweise bei Finanzen und Verteidigung sollten die Energiewendebelange zu einer europaweiten, zumindest bundesweiten hoheitlichen Aufgabe gemacht werden. Lasst uns gemeinsam initiativ werden, in den Ländern, im Bund und in Europa.“

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder.

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