Leserbrief eines Kurgastes der Arendseer Klinik

„Schöngerechnet“ – und Kritik an vielen Eltern

Kurteilnehmer Stefan Will-Schliemann aus Spenge reagiert auf die AZ-Berichterstattung über Erkrankungen in der Mutter-Kind-Kurklinik.

Schöngerechnet: Als Kurteilnehmer und Betroffener habe ich mich über das Krankheitsmanagement der Klinik gewundert. Ohne sichtbare Einschränkungen der Klinikleitung lief bis einschließlich Freitag das Programm der Klinik weiter. Physiotherapie, Schwimmbad, Sauna, Kinderburg waren geöffnet, Gruppenveranstaltungen fanden im gewohnten Umfang statt. Die genannte Zahl von 15 Prozent mag ja auf den ersten Blick relativ gering sein. 25 Kinder oder erwachsene Erkrankte auf 170 Plätze – aber da der erkrankte mit dem Familienangehörigen auf dem Zimmer isoliert wurde, kann von einer Verdopplung der Betroffenen bei der Isolierung ausgegangen werden. Dies sind dann über 50 betroffene Personen bei 170 Plätzen! Was mich aber umso mehr irritiert hat, ist die hohe Zahl nicht einsichtsfähiger Eltern, die trotz klarer sichtbarer Symptomatik ihrer Kinder und ihrer selbst sich in öffentlichen Bereichen der Klinik aufgehalten haben, die für sie aufgrund ärztlicher Verordnung gesperrt waren. An dieser Stelle möchte ich dem Personal ein großes Lob und Dankeschön aussprechen, welches sein Bestes getan hat, um den Betroffenen die Lage zu erleichtern und den Klinikbetrieb aufrecht zu erhalten.

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