„Nur eine Lösung: Separater Bolzplatz in Vietzen“

Zum Bericht „Zaun für den Spielplatz“, der am 11. März erschienen ist, erreichte uns folgender Leserbrief von unserer Leserin Gabriele Müller aus Vietzen.

„Ich habe Ihren Artikel, ,Zaun für den Spielplatz´ in Vietzen, mit Freude gelesen. Denn endlich habe ich nach jahrelangem Betteln etwas erreicht. Aber wenn Herr Ruth sich einbildet, so die Gefahren einzudämmen, irrt er sich gewaltig. Denn das Hauptproblem ist einfach das Bolzen auf dem Spielplatz, was in den Tagen nach der Schneeschmelze wieder der Fall war. Auf diesem Spielplatz hat, solange er besteht, noch nie jemand Ball gespielt. Hier wurde immer nur gebolzt.

Vor allem frage ich mich, wie Herr Ruth seine Definitionen kontrollieren will, wenn er nicht einmal in der Lage war, das Ballspielverbot durchzusetzen. Denn es ist einfach egal, ob es ein Kind ist oder eine ganze Gruppe. Wenn es ein Kind ist, drischt es mit voller Wucht gegen die Pfähle des Klettergerüstes und die angrenzenden Gebäude. Auch diese Bälle sind in der Vergangenheit über die angrenzende Scheune geflogen. Ist es eine ganze Gruppe, geschieht dies natürlich häufiger. Bis zu achtmal in 30 Minuten. Den Kindern und Jugendlichen ist es auch egal, wenn sie zwischen Kinder dreschen, welche an den Geräten spielen möchten.

Ich finde es traurig, dass die Eltern diese Verletzungsgefahr nicht sehen. Denn es gibt jährlich, gerade wegen solcher Nachlässigkeiten, genug Verletzungen, wo geistige und körperliche Behinderungen zurückbleiben. Ich persönlich kenne etliche solcher Fälle und ich wünsche niemandem ein solches Schicksal. Darum frage ich mich: Wenn man so etwas abwenden kann, warum tut man es nicht?

Es gibt nur eine Lösung: dass in Vietzen ein separater Bolzplatz geschaffen wird. Denn für die Jugendlichen, welche auf dem Spielplatz nichts mehr zu suchen haben, gibt es in dieser Gemeinde nichts. Anstelle der Eltern würde ich mich mal fragen, was macht die Gemeinde denn für Kinder und Jugendliche?

Mir als Anlieger hat die Gemeinde sämtliche Rechte meines Grundstückes aberkannt. Mir wird von den Herrschaften auferlegt, wie ich meine Freizeit zu verbringen habe. Denn das Gedresche dröhnt mir durch das ganze Haus. Ich kann nicht bis mittags im Bett bleiben und ausschlafen, geschweige denn Mittagsschlaf halten oder abends im Bett oder draußen ein Buch lesen. In den Gebäuden, welche an den Spielplatz grenzen, kann ich mich schon gar nicht aufhalten, wenn die lieben Kleinen dort in Gange sind. Sollte ich mich doch mal dort aufhalten, werde ich vollgepöbelt, ich hätte sofort den Ball wieder rüber zu geben, da ich anscheinend von der Gemeinde als Ballholer benutzt werde.

Mein Grundstück in Ordnung halten, das darf ich. Wenn ich dann zu Mitteln greife, mein Eigentum zu schützen, wird sich aufgeregt. Aber was macht denn die Gemeinde? Leere Versprechungen. Herr Wolff hat damals zugesichert, sich an den Kosten des Zaunes zu beteiligen. Darauf warte ich noch heute. Herr Ruth hat in der Vergangenheit immer nur schön geredet, so wie es jeder gern haben wollte. Sollte sich da nichts ändern und ich darf nur für mein Grundstück zahlen, obwohl mir sämtliche Rechte aberkannt sind, darf die Gemeinde es gern erwerben.“

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