Reinhard Krüger kritisiert Norbert Hundt und die Verkaufspolitik der Stadt

„Da nützt auch kein Schloss“

Reinhard Krüger aus Salzwedel befürwortet das Aufbegehren der Jusos auch im Salzwedeler Ortsverein.

Leserbrief

Es ist erfreulich, dass die Jusos den Finger in die Wunde legen, um die seit Jahren eingefahrenen Gleise der Salzwedeler SPD-Führung zu kritisieren. Ein Vorsitzender (Norbert Hundt, Anm. d. Red.), der für viele Scherben in Salzwedel mitverantwortlich zeichnet, versucht, durch gezielte Angriffe und Anzeigen seine Abneigung gegen Ex-Oberbürgermeisterin Sabine Danicke zum Nachteil vieler Projekte (u.a. Kunsthaus) von seinen eigenen Fehlentscheidungen abzulenken.

Für Außenstehende sieht das ganz nach persönlichen Differenzen aus. In einem Leserbrief war zu lesen: Das macht man nicht, das ist ekelhaft. Geht etwas nicht so wie geplant (in diesem Fall die Anzeige), kann man sich nicht einfach nur schütteln und sagen: War nichts, weiter geht es wie immer.

Frage: Wohin? Wenn unschuldige Menschen vor Gericht landen, dann wäre eine Entschuldigung das Mindeste, was man erwarten würde; davon wären in der Vergangenheit etliche nötig gewesen: Stadtwerke, Rathausturmplatz, Abschaffung der Parkuhren und anderes sind nicht zu vergessen.

Wie auch schon erwähnt, wird aus den Reihen der SPD die Anhäufung von ehrenamtlichen Aufsichtsratsposten des Vorsitzenden kritisiert. Lehrer sind doch, wie allgemein bekannt, überlastet. Das trifft für Norbert Hundt anscheinend nicht zu. Eine Stadt, die alles verkauft, was unsere Vorfahren und wir Älteren erbaut und erwirtschaftet haben, wird auch nicht wieder aufblühen. Da nützt auch kein Schloss in Tylsen. Wo nichts mehr da ist, will auch keiner mehr leben und kommt auch keiner mehr hin.

Negative Berichte über Salzwedel sind ebenfalls unpassend. Dank an Delia Weiland für ihren Leserbrief. In anderen Orten wird man gefragt: Warum beschmutzt ihr euch so nach außen? Auch andere Städte werden zwangsverwaltet, ohne dass es der Bevölkerung schlechter ginge. Kultur ist für Salzwedel zum Glück noch ein Aushängeschild, auch über die Stadtmauern hinaus. Es gibt immer noch etliche Salzwedeler, die stolz auf ihre Stadt sind und nicht nur sagen: Lasst die doch machen!

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare