Vorstandsvorsitzende des Allgemeinen Tierhilfsdienstes in Ahlum reagiert auf Vorwürfe von Stapener Pferdehalterin

Lohse: „Es war immer von zehn Pferden die Rede“

Leserbrief.

Zum Artikel „Er wollte mir zwei Pferde unterschlagen“ vom 11. Januar in der Altmark-Zeitung äußert sich nun Ursula Lohse, Vorstandsvorsitzende des Allgemeinen Tierhilfsdienstes und Leiterin des Tierheimes in Ahlum. Rückblick: Sabine Schmutzler aus Stapen erklärte in dem Artikel, dass ein ehemaliger Tierheim-Mitarbeiter aus Hanum sie betrügen wollte. Als ihre zehn entlaufenen Pferde eingefangen wurden, sei zunächst nur die Rede von acht Tieren gewesen. Außerdem habe der Hanumer eine Kaltblut-Stute sowie vier Lama-Hengste von der Stapenerin gekauft und nie bezahlt:

„Ich habe mir lange überlegt, ob ich zu dem Artikel und den Aussagen der Frau Sabine Schmutzler etwas sagen soll oder nicht. Ich denke aber, dass es nötig ist, etwas zu den Ausführungen von Frau Schmutzler zu sagen, einfach um die Wahrheit darzulegen.

Fakt ist, dass die Pferde am 14. September 2011 frei herumliefen und von Herrn B. sichergestellt wurden. Fakt ist aber auch, dass sowohl auf der Fundmeldung, die im Tierheim einging, als auch auf der Fundmeldung an die Behörden zehn Pferde angegeben waren. Welchen Sinn macht es, zehn Pferde als aufgegriffen zu melden und dem Besitzer nachher zu sagen, es waren nur acht? Die Meldung der Fundtiere bei den Behörden erfolgte übrigens am 14. September. Die Abholung der Tiere von Frau Schmutzler war dann am 18. September. Übrigens hat Frau Schmutzler die von Herrn B. ausgefüllte Fundmeldung gesehen und diese auch unterschrieben, nämlich als sie die Pferde abgeholt und die Unterbringungskosten für drei Tage bezahlt hat. Die Summe von 200 Euro setzte sich wie folgt zusammen: zehn Tiere à 7 Euro (Tagessatz = 70 Euro mal drei Tage = 210 Euro). Ein Fundhund wird normaler Weise mit mindestens 10 Euro Tagessatz berechnet, plus Bergekosten – sprich Kilometersatz. Frau Schmutzler hat für die Bergung der Pferde und deren Unterbringung also keine Unsumme bezahlt, sondern weniger als wir normalerweise für einen Fundhund berechnen. Auch an dieser Stelle war ganz klar von zehn Pferden die Rede.

Wenn Frau Schmutzler aber der Meinung war, dass Herr B. versucht hat, ihr Pferde zu unterschlagen, dann frage ich mich doch, warum sie ihm dann Tiere verkauft hat? Welche Erklärung gibt es dafür, dass Frau Schmutzler jemandem, der angeblich gerade versucht hat, sie zu betrügen so weit vertraut, dass sie ihm Tiere verkauft und sich sogar darauf einlässt, dass er die zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt, die Tiere aber gleich mitnimmt?

Frau Schmutzler hat sich erstmals im Tierheim gemeldet und mit uns gesprochen, als es darum ging, dass Herr B. die Tiere nicht gezahlt hat. Das war aber nicht Sache des Tierheimes, sondern eine Privatangelegenheit zwischen Frau Schmutzler und Herrn B. Nicht das Tierheim hat die Tiere gekauft, sondern Herr B. privat.

Im Übrigen macht immer auch der Ton die Musik. Frau Schmutzler hat sowohl mir gegenüber als auch gegenüber meinen Mitarbeitern alles andere als einen guten Ton angeschlagen, da muss sie sich nicht wundern, wenn es im gleiche Ton zurück kommt.

Im Übrigen hat Frau Schmutzler eigentlich allen Grund, sich nicht so aufzuspielen. Ihr Verein, die SOS-Pferdehilfe ist alles andere als lupenrein. Da kann man auch ganz schöne Geschichten im Internet zu lesen. Wenn davon auch nur ein Teil stimmt, dann hätte Frau Schmutzler allen Grund, den Mund zu halten.“

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