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Kreis Stendal: Nur 34 von 130 ukrainischen Kindern werden unterrichtet

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Von: Tobias Henke

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Unterricht
In den Schulen des Landkreises Stendal werden derzeit nur wenige Kinder aus der Ukraine unterrichtet. Nur rund jedes vierte schulpflichtige Kind ist bereits in einer Schule. © Ute Krug

Es hat ein wenig gedauert. Doch inzwischen werden auch im Landkreis Stendal geflüchtete Kinder aus der Ukraine unterrichtet. Mit ins Boot geholt wurden dabei auch ukrainische Lehrkräfte, die ebenfalls das Kriegsgebiet verlassen haben. Die AZ hat beim Landkreis nachgefragt, wie viele Kinder aus der Ukraine inzwischen im Landkreis Stendal zur Schule gehen. Bislang ist es nur ein kleiner Teil der ukrainischen Kinder, die zur Schule gehen.

„Mit Stand 11. April wurden 130 schulpflichtige Kinder und Jugendliche erfasst“, antwortet Landkreis-Sprecherin Angela Vogel auf die Anfrage. Von diesen 130 Kindern besuchen derzeit 34 Kinder eine Schule. Laut Angaben des Landkreises ist dies der aktuelle Stand seit Donnerstag.

In manchen Bundesländern werden sogenannte Willkommensklassen eingerichtet. Gemeint sind damit Klassen, in denen ausschließlich geflüchtete Kinder unterrichtet werden. Mit dem Ziel, ihnen schnell die deutsche Sprache beizubringen, um sie dann auf die regulären Klassen zu verteilen. Hier verweist die Pressestelle des Landkreises darauf, dass der Kreis hier nicht die Entscheidung fällt. „Dies ist keine Entscheidung des Landkreises Stendal. Die Einrichtung der Willkommensklassen ist von vielen Faktoren abhängig, die einer gemeinsamen Herangehensweise zwischen Schulträger, Schule und Landesschulamt /Bildungsministerium bedarf. Derzeit ist geplant, für den Primarbereich eine und eine ab Klassenstufe 5 in Stendal einzurichten. Konkret ist das aber nur möglich, wenn durch das Land Sachsen-Anhalt Lehrkräfte zur Verfügung gestellt werden können. Derzeit war das für den Landkreis Stendal noch nicht möglich.“ Zu den Gründen, warum dies noch nicht möglich ist, macht die Landkreissprecherin keine Angaben.

Die Organisation der Beschulung ukrainischer Kinder ist somit weiterhin ein laufender Prozess, der noch nicht abgeschlossen worden ist.

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