Kathrin Ludwig zur Veranstaltung der „Soko Tierschutz“ zum „Fall Demker“

„Ich bin aufgebracht und entsetzt“

Zum Artikel „Tierschützer vertrauen auf Staatsanwalt“, AZ vom 28. Mai, schreibt Kathrin Ludwig aus Stendal:.

Lesermeinung

Als Teilnehmerin der Soko Tierschutz-Veranstaltung zum Fall Demker erlebte ich ein einhellig aufgebrachtes und emotional aufgewühltes Bürgerpublikum angesichts der gezeigten Fotos und Filme. Alle, teilweise auch die anwesenden Landwirte, waren sich einig, dass diese verbrecherische Art, Tiere zu halten, be-straft und dieser Betrieb geschlossen werden muss.

Herr Mülln konnte zweifelsfrei und professionell darstellen, dass es sich um Aufnahmen aus Demker handelt. Schon gewonnene Prozesse ähnlichen Inhaltes mit gleicher Vorgehensweise beweisen das.

Um so unverständlicher wurden die nahezu ignoranten Aussagen des Anwaltes aufgenommen, der z. B. schilderte, dass die Besitzer der Stallungen nachts nicht schlafen könnten, weil sich Tierschützer auf dem Gelände aufhielten. Ich denke, der Grund für vermeintliche Schlaflosigkeit liegt auf der Hand.

Aus meiner Sicht ging der Abend sehr wohl über bisher gemachte Erkenntnisse hinaus. Denn im Zentrum der Kritik steht leider unser Veterinäramt, was nicht nur mich aufgebracht und entsetzt sein lässt.

Beim letzten Veranstaltungspunkt „Lösungen“ verließen manche den Saal. Soko Tierschutz deutete an, dass ohne persönliche Konsequenzen in der Ernährung kein greifbares Ende der Massentierhaltung und damit des Tierleides kommen wird.

Ich höre daraus, dass das „Schwarzer Peter“-Spiel uns nicht wirklich von unserem bedrückten Gewissen befreien kann, sondern nur die Bereitschaft jedes einzelnen.

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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