Waltraut Reinke zur Bahnhofsgebäude-Diskussion

„Hier will man weiterschlafen“

Waltraut Reinke aus Salzwedel macht sich für den Erhalt des Salzwedeler Bahnhofgebäudes stark („Ideenwettbewerb für Salzwedels Bahnhof“, AZ vom 10. Mai):.

Leserbrief

Natürlich! Wieder mal typisch für unsere Stadtoberen: Skepsis im Ausschuss ... Das wusste ich vorher, dass wieder mal das Wenn und Aber als Antwort kommen. Nicht genug, dass man die Dampflokfreunde einfach so abhakt; der „Tender“ hat nun auch geschlossen ... und was soll nun werden?

Es hieß einmal: „Wir müssen klotzen, nicht kleckern.“ Was ist daraus geworden? Über Kalbe hat man sich damals lustig gemacht, dass sie dort eine Rehaklinik bauen wollten; und wundert sich nun, dass dort so viele Touristen Übernachtungen benötigen. Aber hier will man scheinbar weiterschlafen.

Bei jeder Idee wird erstmal nur dagegengesetzt. Vielleicht sollten einige Leute mehr Zug als Auto fahren, dann könnte man sich wohl eher ein Urteil erlauben. Der Eigenanteil für das Bahnhofsprojekt ist fast winzig, bedenkt man die Tragweite. Das Gebäude ist fantastisch und man könnte sich eine ganze Menge vorstellen. So haben wir noch immer keine Jugendherberge. Diese würde sicher gut genutzt werden. Auf jeden Fall müsste ein Restaurant da rein. Im Jerichower Land hat man eine Arztpraxis, eine Tagespflege und ein Hotel zusammen in solch einem Objekt untergebracht. Dort funktioniert das.

Hier könnte man manchmal den Eindruck gewinnen, unsere Stadt soll immer etwas bescheuerter werden – ist das Absicht? Ein Bahnhof ist eben ein Bahnhof – dort kommen die Gäste und Touristen an. Dieses alte Bahnhofsgebäude darf nicht auch noch aufgegeben werden!

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