„Hatten erwartet, dass KSB das Gespräch mit uns sucht“

In einem „Offenen Brief“ (unterzeichnet von Eckhard Freudl, Dr. Gerhard Ruff, Jürgen Kuht, Peter Rechenberg, Peter Roßbander, Dennis Burmeister, Andreas Pohlmann, Ernst Helbig, Michael Fornalski) an den Vorsitzenden des Kreissportbundes (KSB), Lutz Franke, reagiert die Radsportgemeinschaft 09 Salzwedel auf den Artikel „Kreissportbund stellt Friedensfahrt 2011 in Frage“, AZ vom 25. Juni:

Nach Auswertung des Artikels in unserer erweiterten Vorstandssitzung mit zwölf Mitgliedern möchten wir Stellung nehmen. Sie würdigen die „beeindruckende Jahresbilanz der Radsportler aus Salzwedel“, die mit der Organisation und Durchführung der „Kleinen Friedensfahrt“ im April 2010 ihren Höhepunkt fand, das heißt, Sie würdigen vor allem die Arbeit der Radsportgemeinschaft. Im Radsportstammtisch, jetzt Radsportgemeinschaft 09 Salzwedel, sind ehemalige aktive Lizenzfahrer, keine Friedensfahrer, Radsportfreunde, namhafte Ehrenmitglieder und jüngere aktive Radsportler organisiert. Wir wollen für den Radsport werben, z. B. mit der „Kleinen Friedensfahrt“ an Traditionen der 70er Jahre anknüpfen, für die Stadt und den Landkreis attraktive Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche organisieren und der Bevölkerung etwas Spannendes bieten. Wir wollen damit sportliche, aber auch politische Zeichen setzen.

Da Sie selbst Mitglied des bisher so genannten Stammtisches sind, verwundert es umso mehr, dass Sie als Vorsitzender des Kreissportbundes Salzwedel die Unterstützung der geplanten „Kleinen Friedensfahrt 2011“ von der Mitgliedschaft in Ihrem Sportbund abhängig machen. Der KSB sei „nicht für Stammtische“ da, äußerten Sie. Nein, er soll für den Sport da sein. Es wurde unsererseits niemals in Frage gestellt, sich in Zukunft irgendwie zu etablieren. Bisher wurde über dieses Thema nur diskutiert.

Wir haben uns jetzt über ein Jahr aktiv für den Sport eingesetzt und sind stolz auf die große Resonanz, die z. B. die „Kleine Friedensfahrt“ in der Bevölkerung hatte. Waren es doch 140 Teilnehmer, die an dem Rennen „Rund um die Sparkasse“ teilnahmen. Besondere Würdigung erhielt die Veranstaltung durch die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin Sabine Danicke, des Landrates Michael Ziche und der Ehrengäste Gustav-Adolf „Täve“ Schur und Wolfgang Wesemann als ehemalige Radsportgrößen. Das Gelingen der „Kleinen Friedensfahrt“ war jedoch nur möglich durch die Unterstützung der Werbegemeinschaft, des KSB und vieler Sponsoren, bei denen wir uns besonders bedanken möchten. Wir danken dem KSB für die Übernahme der Haftpflichtversicherung für den sportlichen Ablauf der „Kleinen Friedensfahrt“. Wir danken der Werbegemeinschaft für die Übernahme der Haftungsansprüche von Teilnehmern und Dritten, die nicht durch die „Sportversicherung“ abgedeckt waren, und für viele hilfreiche Aktivitäten. Der KSB hatte nicht, wie Sie es ausdrückten, „die gesamte rechtliche Verantwortung und alle Haftpflichtversicherungen“ übernommen. Diese falsche Darstellung möchten wir richtig gestellt haben. Die Haftung für den nicht sportlichen Bereich hatte wie gesagt die Werbegemeinschaft. Die Vorbereitung für die „Kleine Friedensfahrt 2011“ und anderer Veranstaltungen ist bereits angelaufen und jetzt schon versicherungstechnisch abgesichert. Wir sind empört, auf solch eine Art und Weise wie in dem Artikel die „Kleine Friedensfahrt 2011“ in Frage zu stellen. Ebenso, wie Sie vorher schon einmal äußerten, dass die „Kleine Friedensfahrt 2010“ „ins Wasser fällt“.

Wir sind keine Gemeinschaft, die organisiert Nachwuchs ausbildet, sondern jüngere und ältere Radsportinteressierte, die gemeinsam trainieren, um Freude am Radfahren zu haben und sich sportlich zu betätigen. Jeden Sonntag treffen sich zehn bis 20, um gemeinsam, meist in Gruppen, zu trainieren. Wir begrüßen es aber auch, wenn einige Radsportler an verschiedenen Rennen teilnehmen.

Da Sie, sehr geehrter Herr Franke, mit Ihrem Artikel sofort an die Öffentlichkeit gegangen sind, möchten wir ebenfalls mit diesem „Offenen Brief“ antworten.

Miteinander sportlich fair, ehrlich und mit Respekt umzugehen, wäre angebrachter. Wir hatten erwartet, dass der Vorstand des KSB bei Problemen das Gespräch mit uns sucht, zu dem wir jedoch auch weiterhin bereit sind.

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