Leserbrief

Grüne Kreuze mahnen

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Die drei grünen Kreuze an der B 189 am Abzweig nach Vielbaum sollen als Mahnung verstanden werden.

Die Familien Müller aus Esack ärgern sich über die verbalen Angriffe gegen Landwirte:

„Eigentlich dreht sich immer alles im Kreis, aber gemeinsam können wir so viel ändern. In dieser Zeit richtet sich alles gegen die Landwirte.

Wir werden für den Klimawandel und das Artensterben verantwortlich gemacht. Wir alle leben, lieben, lachen und essen auf dieser Erde, und das soll auch für die nächsten Generationen so bleiben. Wir möchten damit verdeutlichen, dass in Deutschland landwirtschaftliche Produkte mit hoher Qualität produziert werden, die natürlich auch ihren Preis haben. Wir brauchen faire Preise, keine Subventionen. Wir, die Landwirte, ernähren die Menschen und pflegen die Kulturlandschaft. Das soll auch so bleiben. Wer das Klima schützen will, der sollte unter anderem weltweite Transporte auf das Nötigste reduzieren und unsere heimische Landwirtschaft und ihre regionalen Produkte unterstützen. Viele Verbraucher sehen dies auch so. Ist es nicht scheinheilig, dass die EU und die Bundesregierung den Klimawandel bekämpfen wollen, gleichzeitig wird aber ein Handelsabkommen mit den USA geschlossen, wodurch letzten Endes mehr Fleisch und andere Lebensmittel aus Übersee importiert werden. Nicht vergessen soll dabei sein, dass die dortigen Produktionsbedingungen keinem der deutschen Standards und Auflagen entsprechen. Tier-, Arten- , Pflanzen- und auch Menschenschutz bleiben aus Profitgier oft auf der Strecke.

Wir stellen keine Forderungen. Die grünen Kreuze sollen als Mahnung an die Politik und Gesellschaft verstanden werden, um sich den Wert der heimischen Landwirtschaft bewusst zu werden. Unsere grünen Kreuze stehen als ein „Ja“ für: Klima-, Natur-, Tier- , und Gewässerschutz sowie zum Erhalt der Artenvielfalt.“

Die Familien Müller, Esack

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