Wilfried Padelt rät dem Landkreis dazu, sich auf das Kreislaufwirtschaftsgesetz zu berufen

„Grünabfälle sind verwertbar“

Zum Verbrennen von Gartenabfällen im Landkreis Stendal schreibt Wilfried Padelt aus Havelberg:

"Wie allgemein bekannt, werden Gartenabfälle nicht vollständig verbrannt und somit nicht komplett in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt, sondern es entstehen giftige Stoffe wie Kohlenmonoxid, Feinstaub oder zahlreiche andere organische Verbindungen mit krebserregender Wirkung. Und es ist interessant zu wissen, dass ein größeres Gartenfeuer in sechs Stunden gleich viel Ruß und Rauchpartikel produziert wie 250 ältere Autobusse während eines ganzen Tages. Und das nicht erst seit heute, sondern seit Jahren begleiten uns im Frühjahr wie im Herbst rauchende und stinkende Gartenfeuer, mit denen pflanzliche Abfälle und anderes entsorgt werden ...

Leserbrief

Grünabfälle sind verwertbar, denn durch Kompostierung und Verwertung des Kompostes können die enthaltenen Nährstoffe wieder genutzt werden. Auf diese Weise belasten sie keine Abfalldeponien, es werden – anders als beim Verbrennen – kaum klimaschädliche Gase freigesetzt und natürlich auch keine Nachbarn durch Rauch belästigt. Durch das Verbrennen werden in nicht unerheblichem Maße Kleintiere (wie Igel) getötet, die sich in den aufgeschichteten Grünschnitthaufen sehr schnell einnisten.

Ökologische Gartenbewirtschaftung beinhaltet, dass pflanzliche Abfälle kompostiert werden. Können diese aufgrund ihrer großen Menge oder Beschaffenheit, zum Beispiel starke Äste, nicht im eigenen Garten verwertet werden, sollten sie dem Abfallwirtschaftsbetrieb überlassen werden. Dafür stehen die braune Tonne oder Wertstoffhöfe zur Verfügung ...

Warum machen wir es nicht wie viele andere Landkreise und Städte, die sich in diesem Punkt auf das Kreislaufwirtschaftsgesetz berufen?"

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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