Kathrin Ludwig zu Kontrollen im Bereich des Tierschutzes

„Gesund und menschlicher“

Zum Artikel „Versagt alles, was versagen kann“, AZ vom 20. Juli, schreibt Kathrin Ludwig aus Stendal:

Lesermeinung

Bevor man am gesunden Menschenverstand eines Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Tierschutzbüros öffentlich zweifelt, sollte man seine Hausaufgaben gemacht und sich über die inhaltlichen Unterschiede in der Arbeit von Deutschem Tierschutzbund und Tierschutzbüro informiert haben.

Denn mir zumindest fällt auf, dass Jan Peifer vom Deutschen Tierschutzbüro Zahlen zitiert, die der in diesem Monat veröffentlichten Antwort unserer Bundesregierung auf die „ Kleine Anfrage“ einiger Politiker und der gesamten FDP-Fraktion entstammen.

Auch lese ich in diesem Zusammenhang ein Zitat unserer Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, welches Bezug nimmt auf ihre Aussage, dass die Veterinärbehörden beim Durchsetzen des Tierschutzrechtes gefragt sind: „Wir müssen genau hinschauen, wie die Tierschutzkontrollen ausgestaltet sind: Gibt es genug Kontrolleure, die streng genug prüfen?“

Gesunder Menschenverstand heißt für mich zu begreifen, dass die vielen Tiere, die weniger gegessen würden, perspektivisch nicht mehr gezüchtet und gefüttert werden müssten, weniger Wasser damit vergeudet werden würde, deutlich weniger Biogas und grundwasserbelastende Gülle anfiele. Gesund wäre das zweifelsfrei. Und menschlicher wohl auch.

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