Leserbrief

„Es geschieht jeden Tag“

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(Symbolbild)

Zur Milchviehhaltung in Demker erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

In einer Milchviehanlage in Demker werden 2018 mehrere tote und verwesende Rinder auf dem Gelände gefunden, die unter anderem auch zwischen den anderen Kühen im Stall lagen. Es werden Aufnahmen von tierquälerischen Handlungsweisen gemacht.

Die Staatsanwaltschaft in Stendal hat festgestellt, dass den verantwortlichen Veterinären außer ihrer „Ungeschicktheit“ nichts vorzuwerfen sei, da Fahrlässigkeit nicht strafbar ist.

Der Milchviehbetrieb ist ein Lebensmittel produzierendes Unternehmen und die Veterinäre sind verantwortlich für gesunde Lebensmittel und damit auch für die Tiergesundheit. Ohne gesunde Tiere gibt es keine gesunden Lebensmittel aus diesem Bereich.

Wohin diese Politik und Rechtsprechung führen, durften einige Bürger schon am eigenen Leib erfahren. Ganz aktuell der Fall „Wilke“- Wurst und die Rückrufaktion von Frischmilch.

Vergammelte Wurst- und Fleischwaren, Eiter, Viren und Bakterien am Tier, die mitverarbeitet werden – das geschieht jeden Tag und ist schon sehr lange keine Ausnahme mehr.

Nicht nur schwere gesundheitliche Schäden, auch Tote sind die Folge unter den Verbrauchern. Wie wir sehen, ist das alles nicht strafbar in Deutschland. Der Betrieb arbeitet weiter, genau wie die Veterinäre. Verbraucherschutz ist nicht existent, obwohl damit gegen das Grundgesetz verstoßen wird.

Ob Luft-, Boden-, Wasserverschmutzung, MRSA-Keime oder verseuchte Lebensmittel, all das ist bei uns zur Normalität geworden.

Dass diese Zustände vermehrt zu schweren Krankheiten und frühzeitigen Todesfällen (im Hunderttausender Bereich pro Jahr) unter der Bevölkerung führen, veranlasst leider keine Veränderungen im politischen Handeln unserer Volksvertreter.

Ellen Renne, Tangermünde

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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