Leserbrief

Für Geschädigte ist das kein Trost

Betr: Bericht „Ein Kreisel ist Quatsch“, Altmark-Zeitung vom 8. März. Dazu schreibt uns Frank Ritter aus Karritz:

Man kann nicht nachvollziehen, dass eine Meinung vorherrscht, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle „Quatsch“ ist und dieser nichts bringen würde. Ein Kreisverkehr ist die beste Lösung für dieses Unfallproblem, da der Fahrzeugverkehr, trotz Geschwindigkeitsreduzierung, welche vor einem solchen Bauwerk eingerichtet wird, flüssig bleibt. 

An Platzmangel kann es ja an dieser Stelle nicht scheitern. Nur eine Geschwindigkeitsreduzierung reicht nicht aus, da dieses in Folge den Ruf nach Geschwindigkeitskontrollen laut werden lässt, weil sich einige an diese Vorgaben nicht halten werden. Eine Geschwindigkeitsreduzierung würde auch nicht das missbräuchliche Überfahren der Sperrlinie auf der B 71 und das Missachten des Stoppschildes auf den Nebenstraßen beeinflussen.

Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass in dieser heutigen Zeit des hohen Verkehrsaufkommens vom Thema „Kreisverkehr“ abgegangen wird. Die Stadt Gardelegen war mal ein „Vorreiter“ beim Bau solcher Anlagen. Leider wurde auch an der Abfahrt Gardelegen-Ost nur eine Ampel aufgestellt, welche den Verkehrsfluss beeinträchtigt. Die Meinung, wer nicht am Stoppschild anhalte, sei am Unfall selbst Schuld, ist aus Sicht eines durch einen Unfall Geschädigten kein „Trost“.

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