Waltraut Reinke zur Reaktivierung der Strecke Salzwedel-Arendsee

„Erwarte endlich ein Signal, das nicht auf Halt steht“

Waltraut Reinke aus Salzwedel zur Debatte um die Reaktivierung der Bahnstrecke Salzwedel-Arendsee-Wittenberge:.

Leserbrief

Nichts hören, nichts sehen – und riechen kann man die Bahn in Salzwedel auch nicht: So halten es unsere Abgeordneten und ignorieren über 1000 Unterschriften. Der junge Mann, der hier wie ein „einsamer Rufer in der Wüste“ für die Reaktivierung der Strecke kämpft, wird dazu noch beschimpft (auf dem Bauernmarkt).

Der Kreis-Wirtschaftsausschuss lehnt das Projekt einstimmig ab, die SPD tut das Gleiche. Alle wollen nicht noch mehr Arbeit. Es macht ja Mühe, sich um Geld zu kümmern; sonst wäre es auch mit den Dampflokfreunden anders gelaufen. Wenn ich mir die Entwicklung unserer Region ansehe, kann ich nur noch einen Rückwärtsgang erkennen. Warum läuft es woanders anders?

Bestimmen hier die falschen Leute unser Geschick? Es scheinen immer private Interessen im Vordergrund zu stehen. Ich frage mich, wozu es hier Wirtschaftsförderer, REP und RAP, IGZ, Tourismusbeauftragte und wer weiß was gibt? Warum macht man unsere Region zum „letzten Rest“?

Das haben wir nicht verdient. Wo bleibt der frische Wind und Mut auf Neues oder altes Neues? Die Aussage des CDU-Abgeordneten Pawelski „Was funktioniert, muss nicht zerstört werden“ zeugt von „Keine Ahnung“. Hat er je die Radtouristen gesehen, die die sogenannte Ferkeltaxe nutzten, um ein Stück Strecke auf der Schiene zurückzulegen (in Sachsen-Anhalt ist die Fahrradmitnahme im Zug kostenlos)? Dies funktioniert z. B. nicht im Bus. Man kann auch die Meinung des Vorsitzenden Jost Fischer nicht nachvollziehen – oder doch? Es sind eben Autofahrer, die über die Bahn abstimmen. Nachhaltig sind solche Entscheidungen auf keinen Fall, aber ganz bestimmt wird auch der Sprit noch teurer. Was dann? Ich erwarte von den verantwortlichen Abstimmern im Kreis auch eine zukunftsweisende Entscheidung in Sachen Streckenreaktivierung und endlich ein Signal, das nicht auf „Halt“ steht!

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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