AZ-Leserbrief: Bernhard Engelmann von der Stendaler Kreisjägerschaft verweist in der Wolfsdebatte auf Probleme der Weidetierhalter

„Engstirnige Meinung"

Groß Schwechtern – Zu dem Leserbrief von Ellen Renne mit dem Thema „Nicht der Wolf, der Mensch ist das Problem“ äußert sich Bernhard Engelmann aus Groß Schwechten:

Die erneuten verbalen Angriffe gegen die Bürgermeisterin aus Bismark Frau Annegret Schwarz, können nur von einem Menschen kommen, der Ideologie gesteuert, bar jeder Sachkenntnis versucht, mit seiner engstirnigen Meinung die Gesellschaft zu beeinflussen.

Leserbrief

„Holt sich der Wolf ein Nutztier, so war es nicht fachgerecht gesichert vom Menschen“, so Frau Renne. Hier geht es nicht um „ein Nutztier“, hier geht es um ganze Herden, um große materielle und vor allem auch emotionale Schäden. Wenn Wölfe in eine Herde eindringen, dann liegen meist 20 bis 30 Schafe tot oder schwer verletzt auf der Weide.

Ich habe an einer Beratung teilgenommen, wo ein Schäfermeister unter Tränen berichtete, wie er seine Herde vorgefunden hat. Seit Leitschaf lag mit aufgerissenem Bauch, noch lebend auf der Wiese, das ungeborene Lamm daneben.

Der Schäfer musste sein Leittier eigenhändig töten. Die Menschen auf dem Lande wollen nicht in ständiger Angst um ihre Nutztiere leben und auch nicht in Sorge um ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Kinder sein. Sie wollen Viehzucht betreiben und zwar ohne Aufwendungen für einen Herdenschutz, der jeder Verhältnismäßigkeit spottet.

Sie wollen eine vielfältige Kulturlandschaft pflegen und erhalten. Sie wollen in einem freiheitlich-demokratischen Staat selbst entscheiden, wo sie leben, arbeiten und Viehzucht betreiben. Eine Bevormundung durch den Wolf und seine Lobby empfinden sie als Freiheitsberaubung.

Bernhard Engelmann, Groß Schwechten

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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