Tiedke: „Keiner will mehr den Blaumann anziehen und anpacken“

„An einem Strang ziehen“

Uwe Tiedke aus Liesten ärgert sich über die gegenwärtige Stadtpolitik in Salzwedel:.

Leserbrief

Werte Frau Bürgermeisterin und Stadträte! In der AZ-Ausgabe von gestern hagelte es ja wieder nur Hiobsbotschaften für die Bürger der Stadt Salzwedel. Schulden über Schulden und nichts im Säckel für wichtige Investitionen. Warum kommt Salzwedel nicht aus diesem Tal der Tränen, trotz Waldverkauf und anderer Maßnahmen?

Das wird sicherlich nicht nur an fehlenden Gewerbesteuereinnahmen liegen. Vielleicht ist die ganze Stadtverwaltung ja zu aufgebläht und kostet uns die Haushaltssanierung. Dieser Trend ist ebenfalls in der Industrie zu beobachten. Keiner will mehr den Blaumann anziehen und anpacken. Sie sollten mal die Hebel woanders ansetzen, um endlich Politik für die Bürger unserer Stadt zu machen.

Dann möchte ich noch kurz auf das Waldbad in Liesten eingehen. Wenn ich lese, dass hier das Fachpersonal entschieden hat, das Bad im Juli stillzulegen, grummelt es in mir. Hier kommt es uns Badewilligen vor, dass dieses sogenannte Fachpersonal überhaupt kein Interesse hat, unser Bad zu erhalten. Es wird eher als lästige Montagetätigkeit in der altmärkischen Provinz empfunden.

Dann möchte ich mich noch ganz persönlich an den Abgeordneten Norbert Hundt wenden. Sie sollten sich schämen, uns Mitglieder vom Waldbadverein als „nichtsahnende Frösche“ zu bezeichnen. Das ist verletzend und wirkt sehr sehr arrogant. Alle Mitglieder und Förderer des Waldbades opfern sich für den Erhalt auf. Wo waren Sie denn am Pfingstmontag zum Beispiel? Mehrere Mitglieder verbrachten ihren Feiertag beim Arbeitseinsatz im Waldbad. Mit privaten Geräten wie zum Beispiel Rasentraktor und Motorsensen wurde hier gemäht, gemalert und aufgeräumt, um somit das Bad für die Menschen der Region zu erhalten. Und Sie werten uns so dermaßen ab, als Frösche vom Dorf? Ich hoffe sehr, dass nun endlich alle an einem Strang ziehen und unsere Heimat lebenswerter erhalten.

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