Karsten Mewes zur toten Salzwedeler Innenstadt an Samstagen: „Das Beste herausholen“

„... dann begrüßt mich Grabesstille“

Zum Artikel „Die Innenstadt ist samstags tot: Einzelhändler schlagen Alarm“, AZ vom 26.  August, schreibt Karsten Mewes aus Hannover:.

Leserbrief

Es ist schön zu lesen, dass immerhin die Einzelhändler der Innenstadt das Offensichtliche zur Sprache bringen.

Salzwedel war 24 Jahre lang meine Heimat. Bis zur Wende etwas verschlafen, danach langsam erwacht. Viel wurde in der Innenstadt getan, um sie attraktiv zu machen, aber: Es wurde auch viel verpasst.

Wenn ich mal übers Wochenende dem Trubel der niedersächsischen Landeshauptstadt entfliehe, dann begrüßt mich in Salzwedel die Grabesstille, welche nur durch gelegentliche „Cruiser“ mit lauten Bässen durchbrochen wird. Bis auf die Eisdielen am Rande der Burgstraße, den Cafés in der Breiten Straße und dem Amadeus ist dort einfach nichts mehr los.

Der schön gestaltete Rathausturmplatz ist ein Tummelplatz für den abendlichen Alkoholkonsum der gelangweilten Jugend. Will man so die Stadt weiter dahinvegetieren lassen?

Wer denkt, dass sich Lebensmitteldiscounter in kleine Geschäfte der Innenstadt verirren würden, der träumt leider. Die Stadt muss sich mit den Einzelhändlern und der Werbegemeinschaft zusammensetzen und das Beste für dieses beschauliche Städtchen herausholen. Und: Es muss etwas gegen die Perspektivlosigkeit und Langeweile der Salzwedeler Jugend getan werden, ansonsten wird die Stadt weiterhin überaltern und irgendwann ins Namenlose verschwinden.

Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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