Nach 14 Jahren vom Glanz nicht mehr viel übrig

Burchardt: Lösungen statt Knöllchen

Unsere Leserin Heike Burchardt aus Salzwedel fordert von der Stadt eine Lösung im Knöllchenstreit (AZ-Artikel der vergangenen Tage):.

Leserbrief

Selbst auf die Gefahr hin, Missmut zu ernten, möchte ich mich zum so genannten Knöllchenstreit äußern. Als Pächterin der SB-Tankstelle kann ich den Ärger über die Knöllchenverteilung gut verstehen. Mehr noch wundert es mich, dass so wenige ansässige Geschäftsleute ihren Unmut über die generelle Parksituation in Salzwedel zum Ausdruck bringen.

Als ich vor 14 Jahren nach Salzwedel kam, war ich begeistert von diesem kleinen beschaulichen Hansestädtchen. Ich hatte das Gefühl, hier könnte ich mich zu Hause fühlen. Leider ist von diesem Glanz in meinen Augen nicht mehr viel übrig geblieben. Mal abgesehen von den Schmierereien in der Stadt – wo bleibt zum Beispiel eine Lösung des Parkplatzproblems der Innenstadt? Keiner, der unser kleines Städtchen besucht, falls er im Wirrwarr der Kreisverkehre und Umgehungsstraße die Innenstadt findet, hat dann auch noch Lust auf Parkplatzsuche zu gehen.

Ich finde, man muss auch nicht stolz sein, dass Salzwedels Politessen die fleißigsten Knöllchenschreiber von Sachsen-Anhalt sind. Da müsste doch mal untersucht werden, warum das so ist. Nicht, weil wir Straßenverkehrsordnungs-Verächter sind, sondern weil wir dem nichts mehr entgegen zu setzen haben. Sicher ist mit Montagsdemos niemandem geholfen. Und das hatten wir ja auch schon.

Nur, wenn wir etwas verändern wollen, dann müssen wir uns wehren. Was nicht heißt, einen Freibrief einzufordern, sondern von der Stadt Lösungswege zu fordern und nicht etwa um Knöllchen zu betteln.

Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie müssen mit vollem Namen und gültiger Adresse unterzeichnet sein. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare