AZ-Leserbrief

„Es bleibt Tierquälerei“

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(Symbolbild)

Stendal – Kathrin Ludwig aus Stendal zum Artikel „Ganzer Berufsstand in Misskredit“ vom 12. Februar:

Dass die Tierhaltung mittlerweile das Potenzial für Hauptsendezeiten in Funk und Fernsehen besitzt, wie der Vorsitzende des Bauernverbandes des Landkreises Stendal es formulierte, ist für mich trauriger Fakt. Doch solange mumifizierte Milchkühe in Ställen liegen und schwer verletzte Tiere in Schlachtbetrieben mit Elektroschockern gequält werden, begrüße ich diese Medienpräsenz.

Ich möchte Herrn Stallbaum erwidern: Tierquälerei bleibt Tierquälerei und ist nicht nur eine strafbare, sondern auch menschenunwürdige Handlung. Es kann nicht sein, dass diese Abscheulichkeiten hinter privaten Stallmauern länger verharmlost werden.

Und wie vereinbart der Landkreis Stendal seine Entscheidungen? In Demker führt ein Milchviehhalter seinen Betrieb mit halbiertem Kuhbestand unverändert fort, obwohl zweifelsfreie Beweise den Straftatbestand belegen. Im Raum Osterburg dagegen wird ein Pferdehalter existenziell ruiniert, weil das Veterinäramt seine angebliche – und bis heute unbewiesene – tierschutzwidrige Haltung zum Anlass nimmt, ihm alle 77 Tiere zu entziehen. Mit welcher Motivation veranstaltet der Landkreis Stendal dies, wenn das Schicksal der Pferde keine Rolle spielt?

Kathrin Ludwig, Stendal

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