Leserbrief

„Alles andere als umweltfreundlich“

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(Symbolbild)

Zur großen und kleinen Umweltpolitik, zu Eisbahn, Stadtsee und weiteren Themen in Stendal erreichte die Redaktion diese Zuschrift:

Die Politik in Deutschland ist faszinierend! Die Bürger fordern die Rettung ihrer Lebensgrundlagen und bekommen als Reaktion ein Papier präsentiert, dass zwar keinen Klimaschutz enthält, dafür aber wieder viel „Wirtschaftsförderung“.

Auch Bürger aus Stendal waren für das Klima auf der Straße, aber auch hier scheint es die Politiker nicht zu interessieren. Wie kann man es sich sonst erklären, dass die Stadt für weitere drei Jahre beschlossen hat, weiterhin in den sogenannten Wintermonaten eine Eisbahn zu betreiben.

Auch der Gedanke, einen künstlichen See zu manipulieren, ist alles andere als umweltfreundlich. Der Stadtsee ist kein natürliches Gewässer und damit permanent auf finanzielle und materielle Aufwendungen angewiesen, die allerdings das Austrocknen des speisenden Baches auch nicht verhindern können.

Beides verschlingt nicht nur Steuergelder, die zum Beispiel in den Bereichen Hospiz oder Baumpflanzungen wertvollere Dienste leisten könnten. Vor allem verbrauchen beide Projekte wertvolle Ressourcen und Energie, was wiederum dem Klima schadet und damit unseren Lebensgrundlagen.

Unsere künstlich erschaffenen Welten schaden dem natürlichen Gleichgewicht. Natürliche Gewässer trocknen bereits aus, was weiter voranschreiten wird. Vor 25 Jahren haben uns die Klimaforscher bereits mitgeteilt, dass unsere Region versanden wird.

Politiker, die für ihre Beschlüsse wissenschaftliche Erkenntnisse beachten, handeln verantwortungsvoll und erfüllen damit ihren Auftrag „Schaden vom Volk abzuwenden“. Unsere Volksvertreter scheint das leider nicht zu interessieren, was sich auch in der Beibehaltung der Verbrennungsverordnung für Gartenabfälle zeigt. Der Landrat des Bördekreises sagt zu diesem Thema ganz klar, dass er seinen Bürgern diese gesundheitsschädlichen Beeinträchtigungen durch die entstehende Feinstaubbelastung nicht weiter zumuten könne.

Ellen Renne, Tangermünde

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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