„Absurdistan der Energiepolitik“

Die Energiepolitik in Brandenburg könnte Auswirkungen auf die Altmark haben, schließlich steht dort eine arbeitsbereite Anlage zum Verpressen von CO2, und Vattenfall bekommt sicherlich erhebliche Schwierigkeiten, in Brandenburg einen geeigneten Ort zum Verpressen zu finden. Die Bürgerinitiative „Gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg“ (Prof. Dr. Jürgen Rochlitz) schreibt dazu:

Die Wähler in Sachsen-Anhalt müssen aufpassen, dass das Land nicht wie Brandenburg ein zweites Absurdistan der Energiepolitik wird. Erstes Anzeichen für diese Gefahr ist der Landesentwicklungsplan (LEP), der die Braunohle als langfristig verfügbaren Energieträger festschreibt. Die notwendig werdenden Ersatz- und Neubauten von Kraftwerken sollen raumordnerisch gesichert werden. Damit kann eigentlich nur Arneburg gemeint sein, denn im Folgenden wird das CCS-Verfahren (CO2-Abscheidung und Speicherung) als „maßgeblicher Umweltschutzbeitrag“ bezeichnet und die ehemalige Erdgaslagerstätte der Altmark für die CO2-Speicherung gesichert.

Neben Brandenburg könnte so auch Sachsen-Anhalt zum Absurdistan der Energiepolitik werden, wenn brandenburgisches CO2 aus dem Demonstrationskraftwerk Jänschwalde in der Altmark gespeichert werden sollte.

Die unterirdische Lagerung ist prinzipiell vollständig unsicher: Je genauer messtechnisch kontrolliert wird, umso unsicherer wird das Endlager für die durch die Kontrollen nötigen Bohrungen. Schließlich darf nicht vergessen werden: CO2 ist schwerer als Luft und wirkt erstickend in Konzentrationen von über acht Prozent, in Kellern und Niederungen kann es daher zu tödlichen Unfällen kommen.

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