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Die Lüneburger Sängerin Coco Aikura hat ihre erste Single veröffentlicht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Theresa Brand

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Sängerin Coco Aikura
Die Lüneburgerin Corinna Krome alias Coco Aikura startet nun mit ihrem ersten eigenen Album ihre Solokarriere. Die Single „Not Like You“ ist kürzlich erschienen. © Privat

Konzerterfahrungen hat Coco Aikura schon länger, doch zum ersten Mal ist sie nun als Solokünstlerin auf der Bühne. Seit März gibt es ihre eigene Single „Not Like You“.

VON THERESA BRAND

Lüneburg/Landkreis – „Ich werde wohl nie ein großes Publikum haben, weil ich zu wenig Content liefere“, sagt Coco Aikura. Aber das ist für die Lüneburger Sängerin in Ordnung, denn ihr ist viel wichtiger, dass ihre Musik langfristig auf die Menschen wirkt. Nach einer langen Karriere mit der deutsch-französischen Indie-Pop-Band Yalta Club beginnt Coco Aikura nun mit einer eigenen CD ihre Solokarriere. Das Album „A Place Called Home“ umfasst elf Songs, in denen die 35-Jährige auf Deutsch, Englisch und Französisch über Themen der Gesellschaft, Identität, Herkunft oder Gleichberechtigung. Ihre erste Single „Not Like You“ ist im März erschienen, die nächste soll im September folgen. Auch das erste Musikvideo ist erschienen.

Corinna Krome, wie die Musikerin mit bürgerlichem Namen heißt, begeistert sich schon ihr Leben lang für Musik. Mit sechs Jahren fängt sie an, Klavier zu spielen, erst mit 18 entdeckt sie Gitarre und Gesang für sich. Nebenbei schreibt sie selbst Songs, komponiert Stücke und verarbeitet darin alles, was sie bewegt.

Während der Zeit mit ihrer Band Yalta Club schreibt und komponiert Coco Aikura weiter für sich selbst. Ob sie dabei schon an eine Solo-Karriere gedacht hat? „Nie ernsthaft“, sagt sie, „aber ich wollte schon immer meine eigene Musik aufnehmen.“ 2019 ist es dann so weit: Sie trifft sich in Berlin mit der Sängerin und Produzentin Missin Cat. Die beiden verstehen sich auf Anhieb blendend und nehmen direkt vier Lieder zusammen auf. Bald ist beiden klar, dass ein ganzes Album daraus wird. Die Corona-Zeit nutzt Coco Aikura, um zu schreiben und an ihrem Album zu arbeiten. Wichtig ist ihr, dass sie sich Zeit für die Musik nimmt. Jeder Moment in einem Song ist wichtig, mit Herzblut gemacht. Das ist auch der Grund, warum sich die Sängerin mit dem Herausbringen der einzelnen Singles so viel Zeit lässt.

Gegen die neue Art, Musik zu machen


„Heute ist alles so schnelllebig“, sagt Coco Aikura nachdenklich. „Man scrollt bei Facebook oder Instagram, sieht einen neuen Song, hört einmal rein, und alle drei Minuten kommt wieder ein neuer Eindruck.“ Sie möchte diesem Trend entgegenwirken. „Die Musik muss wirken können.“ Für eine kommerzielle Marketingstrategie muss sie jetzt ständig neue Lieder herausbringen, um den Leuten immer Content zu liefern. Aber sie erklärt: „Ich will das nicht befeuern, dass das die neue Art ist, Musik zu machen.“

In den nächsten Wochen sind viele Auftritte geplant, hauptsächlich in der Regionen rund um Lüneburg. Am Sonnabend, 18. Juni, ist Coco Aikura bei „Lüneburg feiert“ um 19.30 Uhr live im Glockenhof zu hören. Und auch nach Paris geht es im September endlich wieder.

Auf ihre Band Yalta Club, mit der sie immer noch Musik macht, ist sie nur durch einen Zufall gestoßen. Damals war sie für ein Praktikum in Paris. „Ich wollte drei Monate bleiben“, erinnert sich Coco Aikura. Doch dann sieht sie beim Joggen drei Jungs mit Gitarre. Spontan spricht sie das Trio an – sie verabreden sich zum gemeinsamen Musizieren, und die Chemie stimmt sofort. So wächst die Indie-Pop-Band zusammen. „Ich bin dann sechs Monate geblieben“, erzählt Coco Aikura schmunzelnd.

Derzeit arbeitet die Band am dritten Album


2013 erscheint das erste Album, danach tourt die Gruppe immer wieder durch die Welt: Deutschland, Frankreich, Schweiz, Ungarn, Slowenien und einmal sogar bis nach Mexiko. Derzeit arbeiten sie am dritten Album.

Neben ihrer Musikkarriere arbeitet die Sängerin als Dozentin an der Uni, ist Projektentwicklerin für das soziale und nachhaltige Gründerzentrum „Utopia“ und Vorsitzende des „Mosaique“ in Lüneburg – ein echtes Multitalent. Ihr Künstlername kommt übrigens aus dem Französischen: „Ais courage“ bedeutet „Habe Mut“.

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