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Jeffrey Dahmer feiert Mega-Erfolg nach Staffelstart auf Netflix

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Von: Stella Rüggeberg

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Die Geschichte des Serienmörders Jeffrey Dahmer ist seit September auf Netflix verfügbar. Bereits in der ersten Woche war die True-Crime-Serie ein voller Erfolg.

Wer zu seinen Serien gerne etwas isst, sollte es sich bei diesem Netflix-Hit zweimal überlegen. Themen wie Gewalt, Alkoholsucht, Nekrophilie und Kannibalismus sind nichts für schwache Nerven, scheinen Zuschauer aber weltweit zu begeistern. Nicht ohne Grund feiert die Netflix-Serie „Dahmer - Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer” große Erfolge. Drei Wochen lang hielt sich die Serie, die auf wahren Begebenheiten beruht, auf Platz 1. weltweit, mit über 701 Millionen gesehenen Stunden. 

Von 1978 bis 1991 mordete Jeffrey Dahmer in Milwaukee, Wisconsin. Er wuchs in einer zerstrittenen Familie auf. Früh merkte er, dass er anders empfinde als seine Klassenkameraden. Er sezierte Wildunfälle mit seinem Vater in der Garage. Nach der Scheidung seiner Eltern lebte Dahmer alleine und begann seinen ersten Mord. Seine Opfer lockte er in seine Wohnung, wo er sie zunächst mit Drogen betäubte und sexuell missbrauchte, bevor er sie dann tötete und ihre Körperteile in Säure auflöste. 

Die Knochen legte er in Schränke und verspeiste teilweise sogar das Fleisch, um seine Opfer immer bei sich tragen zu können. Die Morde dokumentierte er auf Bildern, die er vor, während und nach dem Mord machte und bewahrte diese im Nachttisch auf. Nach der Verhaftung kooperierte Dahmer mit der Polizei, weshalb seine Taten in der Serie so gut belegt sind.

Evan Peters spricht über seine Rolle als Jeffrey Dahmer

Evan Peters als Jeffrey Dahmer
Jeffrey Dahmer wird zum Netflix-Hit © Netflix

Evan Peters, bekannt aus „American Horror Story“, verkörpert den Serienmörder Jeffrey Dahmer. Während der Dreharbeiten musste der 35-jährige Schauspieler psychologisch betreut werden. Die Darstellung des Serienmörders stellte ihn vor eine große Herausforderung: „Es war eines der schwersten Dinge, die ich in meinem Leben tun musste“, erklärte Peters.

Dass Serienmörder das Interesse der Zuschauer wecken, ist schon lange nicht mehr zu leugnen. Auf Netflix erscheinen regelmäßig neue Dokumentationen oder Miniserien zu den bekanntesten Mördern der Geschichte. Wie kommt es aber, dass Serien wie „Dahmer“ so erfolgreich sind? Zuschauer sind aufgrund des Realitätsbezuges ungewöhnlich stark in das Geschehen involviert. Die „Dahmer”-Pilotfolge baut innerhalb weniger Minuten eine so starke Spannung auf, dass selbst harte Horror-Fans einen flauen Magen bekommen.

Produzent Ryan Murphy zieht die Szenen absichtlich in die Länge. Adrenalin und Nervenkitzel sind in „Dahmer” reichlich erhalten, was die Serie besonders reizvoll macht. In der Serie bekommen Zuschauer das Leben des Serienmörders bis ins Detail geschildert. Das lange Geständnis des Mörders macht die Serie zum Erfolg und lässt keine Fragen offen.

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