Komikerin Ilka Bessin war drei Jahre lang arbeitslos

Cindy aus Marzahn über Hartz IV: „Zwischenzeitlich habe ich nur im Bett gelegen und Fernsehen geschaut.“

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Ilka Bessin klagt über Respektlosigkeit gegenüber Hartz-IV-Empfängern

Ilka Bessin klagt über Respektlosigkeit gegenüber Hartz-IV-Empfängern. Sie selbst habe jahrelang Hartz IV bezogen und sich durch die Reaktionen ihrer Mitmenschen gefühlt wie eine „Aussätzige“.

Berlin - Für die als „Cindy aus Marzahn“ bekanntgewordene Komikerin Ilka Bessin (46) ist das soziale Abseits eine der schlimmsten Begleiterscheinungen von Hartz IV. „Ich habe selber jahrelang Hartz IV bezogen und weiß daher aus eigener Erfahrung, mit welchen Herausforderungen und Gefühlen sich Menschen in dieser Situation auseinandersetzen müssen“, sagte Bessin der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch. Am meisten wehgetan habe ihr damals das respektlose Verhalten von Mitmenschen, die Hartz-IV-Empfänger „wie Aussätzige“ behandelten, erklärte die Komikerin.

Es sei alles andere als einfach, sich in einer solchen Situation nicht gehen zu lassen, betonte Bessin, die ab Ende Juli in der RTL-Doku „Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“ Hartz-IV-Familien begleitet: „Mein damaliger Alltag war am Anfang geprägt von Bewerbungen schreiben und nach Jobmöglichkeiten Ausschau halten. Je länger ich dabei erfolglos geblieben bin, desto mehr habe ich resigniert und mich zurückgezogen.“ Zwischenzeitlich habe sie deshalb nur im Bett gelegen und Fernsehen geschaut.

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dpa

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