Fernsehpreis: Hörbiger für Lebenswerk ausgezeichnet 

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Christiane Hörbiger erhielt den blauen Panther für ihr Lebenswerk.

München - Im Münchner Prinzregententheater sind die Bayerischen Fernsehpreise verliehen worden. Die Schauspielerin Christiane Hörbiger wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Die Panther-Porzellanfigur überreichte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) der “unbestrittenen First Lady der Schauspielkunst im deutschsprachigen Raum“.

Bilder: Der Bayerische Fernsehpreis 2009

Bilder: Bayerischer Fernsehpreis 2009

“Dass Sie es wirklich geschafft haben, erkennt man bei Ihnen ganz einfach“, sagte Seehofer in seiner Laudatio. “Es gibt “die Garbo“, “die Dietrich“ und eben “die Hörbiger“. So adelt man nur die Besten ihres Fachs.“ Christiane Hörbiger verbinde Qualität und Quote. “Von der Präzision Ihrer Kunst, der Schauspielkunst, wird jeder gefangen genommen“, sagte Seehofer.

Als erst dritter Frau in der zwanzigjährigen Geschichte des Bayerischen Fernsehpreises, nach Uschi Glas und Hannelore Elsner , hatte die Jury einstimmig Hörbiger den Ehrenpreis zuerkannt. Mit ihrer virtuosen, feinen Schauspielkunst, ihrem Charme und Witz adele sie seit Jahrzehnten deutsche Film- und Fernsehproduktionen, hieß es zur Begründung.

Die Schauspielerin Anja Kling hat sich in einem TV-Zweiteiler um das Ende der DDR den Bayerischen Fernsehpreis erspielt. Den mit 10 000 Euro dotiertem blauen Panther als beste Schauspielerin der Kategorie Fernsehfilm sprach die Jury der 39- jährigen früheren DDR-Bürgerin für ihre herausragende Leistung in dem Sat.1-Film “Wir sind das Volk“ zu.

Bester Schauspieler wurde Ken Duken, der den Fernsehpreis für das Drama “Willkommen zuhause“ um einen aus Afghanistan heimkehrenden Bundeswehrsoldaten erhielt (ARD/SWR).

Bei den Seriendarstellern setzten sich Diana Amft für ihre Rolle als Ärztin in der RTL-Serie “Doctor's Diary“ und Manfred Zapatka in “KDD-Kriminaldauerdienst“ (ZDF) durch.

Drehbuchautorin und Regisseurin Julia von Heinz nahm den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis für ihren ersten Dokumentarfilm “Standesgemäß“ entgegen, der mit 20.000 Euro dotierte Sonderpreis ging an den Regisseur Roland Suso Richter für seinen ARD - Film “Mogadischu“ über die Flugzeugentführung der RAF im Jahr 1977. Mit dem Bayerischen Fernsehpreis für ein weiteres geschichtliches Thema wurden die Autoren und Regisseure Falko Korth und Thomas Riedel prämiert. Ihre Sat.1-Dokumentation “Freiheit! Das Ende der DDR “ beweise eine außergewöhnliche Regie und ein beeindruckendes Buch.

Weitere je 10.000 Preisgeld und ein Panther gingen an den ARD - Korrespondenten Richard C. Schneider für seine Reportage “Tage des Schreckens“ im Gaza-Krieg, die Drehbuchautorin Silke Zertz für den Sat-1-Zweiteiler “Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen“ und Bora Dagtekin für “Doctor's Diary“ ( RTL ) sowie den Moderator der Satire-Sendung “Quer“ im Bayerischen Fernsehen, Christoph Süß .

Auch der Schöpfer des Kinderprogramm-Klassikers “Käpt'n Blaubär“, Walter Moers, erhielt einen Fernsehpreis - für das Musical “Die drei Bärchen und der blöde Wolf“ ( ARD /WDR) zu der Sendereihe. Restaurant-Tester Christian Rach ( RTL ), Regisseur Matti Bauer (“Domspatzen“, Arte) und Petra Lidschreiber (“Ein Jude der Deutschland liebte“, ARD /rbb) bekamen den Bayerischen Fernsehpreis.

dpa

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