Lanz tritt gegen Zuschauer an

"Wetten, dass...?": Das sind die Neuerungen

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Der neue „Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz präsentiert die Neuerungen der ZDF-Show

Köln - „Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz hat die Neuerungen der ZDF-Show vorgestellt. Dazu gehört auch, dass er sich künftig mit einem Zuschauer duelliert. Außerdem gibt es einen eigenen Twitter-Channel.

Der neue „Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz will die Wetten wieder stärker in den Mittelpunkt der Show rücken. Knapp zwei Wochen vor der 200. Ausgabe von Europas größter TV-Show kündigte der 43-Jährige in Köln eine Reihe moderater Veränderungen für „Wetten, dass..?“ an. Statt fünf soll es künftig sechs Wetten geben. Außerdem bekommen die Wettkandidaten eine eigene Lounge. Seinen prominenten Gästen will sich Lanz in einer fahrbaren Talklounge nähern

Eine kleine Revolution gibt es aber doch: Lanz will künftig gegen einen Zuschauer aus der Halle zum Duell antreten. In der „Lanz Challenge“ fordere der 43-Jährige eine Frau oder einen Mann aus dem Publikum heraus, teilte das ZDF am Montag auf einer Pressekonferenz in Köln mit. Neben der neuen Zusatzwette bleiben die üblichen Wetten mit den prominenten Paten, die Außenwette, die Stadtwette und die Kinderwette im Programm.

Auch an Prominenz wird nicht gespart, wenn Lanz in knapp zwei Wochen am 6. Oktober in Düsseldorf auf die Bühne tritt: Jennifer Lopez, Campino und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) geben sich bei der 200. Ausgabe von „Wetten, dass ..?“ die Ehre. Bei der Stadtwette sollen hunderte Düsseldorfer die Hüllen fallenlassen. Mehr wird noch nicht verraten. Die Kulissen sind neu, die Fanfare wird musikalisch aufgepeppt - das ZDF hat seine gut 30 Jahre alte Mammut-Show einer Frischzellenkur unterzogen. Für Hintergrund-Infos zu den Wetten wurde eigens eine Wett-App geschaffen.

Markus Lanz stellt sein neues "Wetten, dass..?" vor

Markus Lanz stellt sein neues "Wetten, dass..?" vor

Es ist nicht die einzige digitale Veränderung: Zum neuen Konzept von „Wetten, dass.. ?“ gehört auch eine Präsenz auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Am Montagmorgen wurde die erste öffentliche Nachricht von dem Profil der Sendung verschickt. „Top, die Wette gilt“, hieß es darin. Auf Twitter können Nutzer öffentliche Nachrichten von höchstens 140 Zeichen versenden und die Nachrichten anderer Nutzer mit einem Klick abonnieren. Bei bekannten Fernsehsendungen tauschen sich Nutzer dort häufig parallel über das Geschehen aus. Das ZDF nutzt Twitter bereits erfolgreich: Den Updates des Hauptprofils folgen mehr als 100.000 Menschen.

Der Erwartungsdruck ist hoch, die Konkurrenz hat zur Attacke auf das Show-Flaggschiff geblasen: RTL tritt mit Vorgänger Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen mit „Das Supertalent“ gegen Lanz an. Lanz selbst nahm es am Montag mit Galgenhumor: „Ich bin mir darüber im Klaren: Die ersten drei, vier Minuten werden die besten meines Berufslebens sein, danach geht es nur noch bergab.“

ZDF-Intendant Thomas Bellut hat eine Quote von acht Millionen Zuschauern als Sollziel ausgerufen. Dafür will sich Moderator Markus Lanz nicht schonen und selbst in den Wettring steigen. Auf die Frage, was er denn anziehe und den modisch gewagten Auftritten von Gottschalk folgen lasse, kann sich Lanz einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Das wird nicht dazu führen, dass ich alte Teppiche aufarbeiten lasse.“

Lanz war nach langer Diskussion zum Nachfolger von Thomas Gottschalk (62) gekürt worden, der die Show 151 Mal moderiert hatte und im Dezember 2011 ausschied. Das ZDF will mit Lanz ein neues Kapitel in der mehr als 30-jährigen Geschichte der Erfolgsshow beginnen.

dpa/dapd

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