Jubiläums-Episode

„Soko 5113“: 500. Folge mit Mord und Gaststar 

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Sie spielen in der 500. Soko-Folge mit (l-r): Florian Odendahl (Gerichtsmediziner Maximilian Weissenböck), Christofer von Beau (Kriminaloberkommissar Franz Ainfachnur), Michel Guillaume (Kriminaloberkommissar Theo Renner), Gerd Silberbauer (Kriminalhauptkommissar Arthur Bauer), Ilona Grübel (Kriminalrätin Evelyn Kreiner) und Joscha Kiefer (Kriminalkommissar Dominik Morgenstern)

München - Mit einem spannenden Kammerspiel rund um einen Mord feiert das ZDF das 35-jährige Bestehen der Krimiserie „Soko 5113“. Auch ein echter Promi hat einen Gastauftritt in der Jubiläumsfolge. 

Es gibt Grund zu feiern: 35 Jahre gibt es die Sondereinheit bereits. Sogar der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude höchstpersönlich kommt aufs Revier und gratuliert den Polizisten dazu, „unser schönes Bayern ein Stück weit sicherer und lebenswerter zu machen“. Und dann das - ein Mord. Statt Sekt und Small Talk also Zeugenbefragung und Spurensicherung. Die Tote ist die Eigentümerin eines Mietshauses in der Münchner Innenstadt. Richtig traurig scheint keiner über die Bluttat zu sein. Schnell fällt der Verdacht auf den Ehemann und die übrigen Hausbewohner. Doch die halten dicht und lassen Hauptkommissar Arthur Bauer (Gerd Silberbauer) und sein Team ins Leere laufen.

„Das Alibi“ nennt sich die 500. Folge der Serie. Regisseur Bodo Schwarz hat sie als spannendes Kammerspiel inszeniert, in der alles sich in dem Mietshaus abspielt. Er habe sich schon lange eine Folge gewünscht, in der die Soko-Ermittler machtlos seien, sagt ZDF-Redakteur Axel Laustroer. „Sie wissen, wie es war, aber sie können es nicht beweisen.“

Auch im realen Leben ist "Soko 5113" seit 35 Jahren auf Sendung und beschert dem ZDF um 18.05 Uhr regelmäßig gute Quoten. „Wieviele Serien haben sie kommen und vor allem gehen sehen?“, frohlockt der Fernsehfilmchef Reinhold Elschot bei der Vorstellung der Jubiläumsfolge in München. „Soko 5113“ sei der „Nucleus“ des ZDF-Programmerfolgs. „Wir sind konstant bei 20 Prozent“, sagt er mit Blick auf den Marktanteil.

Die Jubiläumsfolge läuft am 25. März um 18.05 Uhr.

OB Ude als Gaststar

Lange vorbereiten musste sich Ude auf die Gastrolle nicht: Er spielt sich selber. „Ich schau mir zum Verwechseln ähnlich“, sagte er beim Drehtermin in Ismaning. Falls es mit der Wahl zum Ministerpräsidenten nicht klappen sollte, wäre eine Film-Karriere nicht erste Priorität für den OB. Sich Wort für Wort an den Text zu halten sei einfach nicht seine Stärke, sagte er: „Ich improvisiere lieber“.

Soko 5113: So fing alles an

Die Idee zu der Serie hatte Dieter Schenk - bis 1989 erst bei der Kriminalpolizei in Gießen und dann beim Bundeskriminalamt. Verärgert über die unrealistischen Fernsehkrimis beschloss der Polizist 1974, selbst eine Geschichte zu schreiben und seine eigenen Erfahrungen einzubringen. „Als Chef der Kripo hatte ich oft nur Kopfschütteln übrig, wie die Arbeit der Polizei oder Opfer und Straftäter auf dem Bildschirm dargestellt wurde“, erinnert sich Schenk. Auf der Frankfurter Buchmesse 1975 hatte er Glück: Ein Verleger interessierte sich nicht nur für sein Buch, er leitete es auch ans ZDF weiter.

1978 lief die erste „Soko“-Folge, damals mit Werner Kreindl als Chef des Ermittlerteams sowie Bernd Herzsprung und Wilfried Klaus. Nach dem erfolgreichen Start wurde das Format im Laufe der Jahre auch auf andere Städte übertragen. Mittlerweile ermitteln Teams in Köln, Leipzig, Stuttgart, Wismar, im österreichischen Kitzbühel und in Wien.

dpa

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