Völliges Entsetzen

Taylor Swift veröffentlicht Wut-Tweet über neue Netflix-Serie „Ginny & Georgia“

Ist Netflix zu weit gegangen? Superstar Taylor Swift gefällt ein Witz in der Serie „Ginny & Georgia“ ganz und gar nicht. Auf Twitter erklärt sie, warum.

Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 31 Prozent waren die Nutzer von Rotten Tomatoes nicht gerade gnädig mit „Ginny & Georgia“*. Über 850 Menschen haben die Serie dort bereits bewertet (Stand: 3. März 2021). 100 Prozent würde den höchsten Score darstellen, doch von dem ist die Netflix-Neuheit weit entfernt.

Die 1. Staffel von „Ginny & Georgia“ ist am 24. Februar 2021 auf dem Streamingdienst gestartet. Seither befindet sich die Serie in den Netflix-Top-10, an manchen Tagen belegt sie sogar den ersten Platz. Einem Teil der Zuschauer scheint sie zu gefallen, andere sind nicht sonderlich begeistert. Zu letzterer Gruppe zählt Taylor Swift. Die Serien-Macher haben es sich erlaubten, einen Witz über die Sängerin einzubauen. Dieser sagt ihr aber ganz und gar nicht zu. Auf Twitter erklärt Swift, weshalb der vermeintlich harmlose Joke zu weit geht.

+++Vorsicht, es folgen Spoiler zur finalen Folge der 1. Staffel von „Ginny & Georgia“+++

Netflix-Serie „Ginny & Georgia“: Ein Witz macht Taylor Swift wütend

Im Vordergrund der Netflix-Serie stehen Mutter Georgia und Tochter Ginny, die in einer Kleinstadt ein neues Leben beginnen. Zwischen den beiden geht es nicht immer harmonisch zu. So kommt es beispielsweise in der finalen Folge der 1. Staffel zu einem Streit, weil Georgia sich wundert, weshalb Ginny einen neuen Freund hat. Die Tochter antwortet daraufhin: „Und wenn schon? Du wechselst die Männer schneller als Taylor Swift.“

Die Anspielung auf Swifts Liebesleben hat der Sängerin ganz und gar nicht gefallen. Ihrer Wut lässt sie auf Twitter freien Lauf. Dabei wendet sie sich sogar an Netflix selbst:

„Hey ‚Ginny & Georgia‘, 2010 hat angerufen und möchte seinen schlechten, zutiefst frauenfeindlichen Witz zurück. Wie wäre es, wenn wir damit aufhören, hart arbeitende Frauen dadurch runterzumachen, dass wir eine solche Scheiße als witzig definieren? Ach ja, und Netflix: Nach der Veröffentlichung meiner Doku ‚Miss Americana‘ sieht die ganze Sache ganz und gar nicht süß aus. Ich wünsche euch allen einen schönen Monat der Frauengeschichte, schätze ich“, schreibt Taylor Swift auf Twitter.

Zum Hintergrund des Tweets: Vor einigen Monaten hat Netflix die Swift-Doku „Miss Americana“ online gestellt. In Anbetracht dieser Tatsache findet es die Sängerin umso schlimmer, dass sich der Streamingdienst einen solchen Witz erlaubt hat. Zudem gilt der gesamte März als Monat der Frauengeschichte. In dieser Zeit sollen die Errungenschaften von Frauen in der Vergangenheit und Gegenwart noch deutlicher hervorgehoben werden. Der Joke aus „Ginny & Georgia“ bedient allerdings ein altbackenes Klischee, das Frauen als sprunghaft und untreu darstellt. Gerade in der aktuellen Zeit, in der die Beseitigung schädlicher Vorurteile ein bedeutendes Thema ist, hätten die Macher ein solches Klischee tunlichst vermeiden müssen, kritisiert Taylor Swift.

Lesen Sie auch: „Ginny & Georgia“ auf Netflix: Fans sind genervt von „extrem unsympathischer“ Hauptfigur.

Kritik an Netflix-Serie „Ginny & Georgia“: So reagieren Taylor Swifts Fans

Viele Follower haben bereits auf Taylor Swifts Tweet geantwortet. Davon teilen einige ihre Ansicht, während andere die Sängerin kritisieren. So bitten einige Nutzer den Superstar beispielsweise darum, solche Kleinigkeiten nicht allzu ernst zu nehmen. Andere sind der Meinung, die Serie würde lediglich einen Fakt aufgreifen.

Weitere User erklären, dass Swift und einige ihrer Fans die Serie nicht verstanden hätten. Diese soll Themen wie Frauenfeindlichkeit in der Gesellschaft nämlich sehr kritisch behandeln. Eine Person schreibt zum Beispiel: „Ich glaube, dass keiner von euch den Sinn der Serie verstanden hat und deshalb auch nicht nachvollziehen kann, weshalb dieser Witz eingebaut wurde. Im Kontext der Serie sollte dieser Satz Frauenfeindlichkeit aufdecken und zeigen, wie sehr sie das Leben junger Mädchen beeinflusst. Der Satz war nicht als frauenfeindlicher Witz gedacht.“ (soa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant: „Ginny & Georgia“ auf Netflix: Die wichtigsten Infos zur Serie im Überblick.

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