DSDS: Das sind die Top 10 Kandidaten

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Zazou musste am Samstag als Erste auf die Bühne. Ihre Performance überzeugte, ihre Stimme weniger.

Köln - Die erste DSDS-Liveshow war zugleich auch die Letzte - zumindest für fünf der 15 Kandidaten. Auch für eine von Dieter Bohlens Favoritinnen war der Traum vom Superstar schon am Samstagabend zu Ende.

Zum Auftakt der Liveshows von Deutschland sucht den Superstar weihten die 15 Kandidaten die neue Bühne mit einer gemeinsamen Performance von "Higher" ein. Viele Laser- und Lichteffekte unterstützten die angehenden Superstars beim Singen und Tanzen.

Dann wurde es ernst: Tanzmaus Zazou eröffnete die Einzelauftritte mit "One Love" von David Guetta. Sie überzeugte als Gesamtpaket, doch Bohlen war mit ihrer Stimme nicht wirklich zufrieden.

Der deutsche Justin Bieber, Sebastian Wurth, begeisterte seine Fans und die Jury mit dem Song "Home" von Michael Bublé. Eigentlich wollte er mit einem anderen Lied die Herzen des Publikums erobern, doch der Poptitan riet ihm um 15 Uhr, es doch lieber mit dieser Nummer zu versuchen - für Sebastian kein Problem.

Nina Richel entschuldigte sich bei Dieter Bohlen für den Stinkefinger, den sie ihm auf den Malediven gezeigt hatte und erntete prompt Lob: "Das war dein bester Auftritt bisher! Du hast heute alles richtig gemacht!“

DSDS: Das sind die Top-10-Kandidaten

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Schlageronkel Norman Langen konnte mit "Ich bau dir ein Schloss" von Jürgen Drews genauso überzeugen wie Marco Angelini, der bei "Stark" von Ich&Ich die Bühne rockte, bis der Arzt kam.

Awa Corrah, eine der bisherigen Favoritinnen von Dieter Bohlen, hatte sich für die erste Liveshow leider die falsche Nummer ausgesucht. Rihannas Titel "Only girl" war wohl doch eine Nummer zu groß für sie.

Damit beim ersten Auftritt auch die Optik stimmte, hatte Nicole Kandziora ihre Zahnspange entfernen lassen. Ihre Version von Katy Perrys "Firework" konnte die Jury trotzdem nicht begeistern.

Dagegen war am Samstagabend der große Auftritt von Pietro Lombardi, der zum ersten Mal textsicher war. Für seine Performance zu "Billionaire" von Travie McCoy bekam er vom Poptitan 50 Euro geschenkt.

DSDS: Diese fünf Kandidaten sind raus

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Weniger gut erwischte es Straßenkehrer Mike Müller. Er musste Kritik für seine Version von "Show Me The Meaning Of Being Lonely" von den Backstreet Boys einstecken. Durch mangelnde Konzentration versaute er die Nummer.

Auch in der Kritik: Macho Ardian Bujupi. Allerdings nicht für seine Leistung in der Liveshow (er performte "Sway" von Michael Bublé), sondern für sein Benehmen hinter den Kulissen. In einem Videobeitrag konfrontierte ihn Nicole mit seinem respektlosen Verhalten gegenüber jüngeren Mitkandidaten: "Niemand kennt Ardians wahres Gesicht. Er ist respektlos anderen gegenüber."

Puppenspielerin Anna-Carina Woitschack sorgte mit "If I Ain’t Got You" von Alicia Keys für Gänsehaut bei der Jury und konnte nur durch den sensationellen Auftritt von Sarah Engels ("One Moment In Time" von Whitney Houston) getoppt werden.

Blass blieb die Performance von Christopher Schwab, der zur Gitarre griff und es mit "Hey There Delilah" von den Plain White T’s versuchte.

Noch schwächer war nur die Performance von Marvin Cybulski, der aber bei "Midnight Lady" mit seiner Stimme voll überzeugte.

Am Ende durften die Zuschauer abstimmen. Mit ihren Anrufen und SMS konnten sie sieben der 15 Kandidaten in die Mottoshows wählen. Norman, Marvin, Marco, Sebastian und Pietro waren von Anfang an sicher. Dann wurden Anna-Carina, Ardian und Sarah nach vorne gebeten. Die Puppenspielerin und der Macho hatten genügend Fans, doch die selbstbewusste Sarah gehörte mit Mike, Felix, Nicole, Nina, Zazou, Christopher und Awa zu den Wackelkandidaten. Jetzt war es an der Jury, noch drei Kandidaten in die Mottoshows zu holen. Aufgrund der vielen Jungs in den Top 10 entschieden sie sich schließlich für Zazou, Nina und Sarah.

Somit flogen Awa, Felix, Christopher, Nicole und Mike raus. Sie trugen es mit Fassung.

Quotensieg für den RTL-"Superstar"

Die gebührenfinanzierten Sender ARD und ZDF haben sich am Samstagabend mit zwei Familienshows gegenseitig Konkurrenz gemacht und RTL den Quotensieg überlassen. Die RTL-Castingshow “Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) um 20.15 Uhr hatte 6,84 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 21,7 Prozent). Jörg Pilawa lockte mit seiner Prominentenausgabe der Quizshow “Rette die Million!“ 5,25 Millionen Menschen (16,4 Prozent) ins ZDF; Eckart von Hirschhausen, Pilawa-Nachfolger bei “Frag doch mal die Maus“, hatte mit der Ratesendung 4,55 Millionen Zuschauer (14,2 Prozent).

Bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren lag RTL noch wesentlich deutlicher vorn: 34,5 Prozent der Jüngeren schauten DSDS, die ARD kam in dieser werberelevanten Zielgruppe auf 10,1 Prozent und das ZDF auf 6,8 Prozent.

Sat.1 hatte zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr mit der Komödie “1 1/2 Ritter“ 2,51 Millionen Zuschauer (7,8 Prozent). Den Boxkampf zwischen Felix Sturm und Ronald Hearns am späten Abend sahen dann 4,74 Millionen (22,0 Prozent).

Ähnlich gut lag die DSDS-Entscheidungsshow um Mitternacht: 4,23 Millionen (29,4 Prozent) sahen auf RTL, wie aus 15 Kandidaten die Top 10 gewählt wurden. Vox hatte mit der Komödie “Crocodile Dundee in Los Angeles“ 1,58 Millionen Zuschauer (4,9 Prozent), RTL II mit dem Katastrophenfilm “Erdbeben-Inferno: Wenn die Welt untergeht“ 1,25 Millionen (4,1 Prozent), Kabel eins mit dem Thriller “Der Klient“ 1,22 Millionen (3,8 Prozent) und ProSieben mit dem Actionfilm “Speed Racer“ nur 0,69 Millionen (2,1 Prozent).

In der Jahreswertung 2011 liegt Marktführer und Vorjahressieger RTL weiter vorn: Der Kölner Privatsender führt mit 14,9 Prozent vor den öffentlich-rechtlichen Sendern ZDF (13,0 Prozent) und ARD (12,7 Prozent). Die Privatsender Sat.1 (9,7 Prozent), ProSieben (5,6 Prozent) und Vox (5,5 Prozent) folgen mit etwas mehr Abstand. Dahinter liegen Kabel eins (3,8), RTL II (3,4) und Super RTL (2,2). In der jüngeren Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) führt RTL mit großem Vorsprung (20,8 Prozent) vor ProSieben (10,8) und Sat.1 (10,3).

tz/dpa

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