Schulausschuss diskutiert am 4. Mai

Neuer Eltern-Vorstoß aus Knesebeck: Zweiter Anlauf für einen Hort

Knesebeck/Wittingen. Bekommt Knesebeck einen Hort? Eltern aus dem Ort nehmen einen neuen Anlauf und haben bei der Stadt Wittingen die Einrichtung eines ganzjährigen Betreuungsangebots für Kinder im Grundschulalter beantragt.

Wie die Politik mit dem Vorstoß umgeht, das wird am kommenden Donnerstag, 4. Mai, im Schulausschuss diskutiert (18 Uhr, Rathaus).

Für den Antrag zeichnen die Elternvertreter von Grundschule und Kindergarten in Knesebeck verantwortlich. Sie argumentieren in dem Schreiben, dass von Eltern wiederholt der Wunsch nach einer Ganztagsbetreuung für ihre Grundschulkinder geäußert werde. Während in Krippe und Kindergarten eine dreiviertel- oder ganztägige Betreuung angeboten werde, falle diese Möglichkeit ab der 1. Klasse weg. Und: 12 Wochen Ferien pro Jahr seien für viele Familien „kaum abzudecken“. Dies mache für viele Eltern „den Spagat zwischen Familie und Beruf sehr schwierig“ – insbesondere für jene, die keine Großeltern vor Ort haben.

Die Elternvertreter flankieren ihren Antrag mit dem Ergebnis einer Elternbefragung. Demnach gebe es für das laufende Jahr einen Bedarf für 20 Plätze. Für 2018 sei eine Nachfrage nach 22 Plätzen ermittelt worden, für 2019 seien es 20 und für 2020 dann 19 Plätze. Für eine Betreuung in den Ferien gibt es der Umfrage zufolge sogar ein Potenzial von 31 Kindern. Die abgefragten Eltern seien auch bereit, für eine Hort-Betreuung „einen Beitrag in Höhe der Kita-Gebühren zu zahlen“, heißt es in dem Antrag.

Parallel zu dem Vorstoß aus Knesebeck will die Gruppe aus CDU und Grünen einen eigenen Antrag in den Schulausschuss einbringen, das ein alternatives Konzept zu einem Hort-Angebot vorsieht: eine durchgängige Ganztagsbetreuung in allen drei Grundschulen der Stadt. Um auch in den Ferien ein Angebot vorzuhalten, sollen zusätzliche Gelder für die städtische Jugendförderung bereitgestellt werden. Ein solches Betreuungskonzept soll, so die Vorstellung von CDU und Grünen, spätestens ab den Herbstferien greifen.

Von Holger Boden

Rubriklistenbild: © dpa

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