Energiekonzern stellt an der Baumgartenmühle den ursprünglichen Zustand wieder her

Knesebeck: Zwei Öl-Bohrungen verschwinden

Bereits vor Beginn der Rückbauarbeiten an der Baumgartenmühle hat der Energiekonzern Engie E & P Deutschland die öffentliche Zufahrt zu den Gebäuden neu asphaltiert.
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Bereits vor Beginn der Rückbauarbeiten an der Baumgartenmühle hat der Energiekonzern Engie E & P Deutschland die öffentliche Zufahrt zu den Gebäuden neu asphaltiert.
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Knesebeck. Bis vor einigen Jahren wurde nahe der Baumgartenmühle zwischen Knesebeck und Hagen Erdöl aus 1500 Metern Tiefe gefördert. 2010 wurde die Produktion eingestellt.

Knesebeck. Bis vor einigen Jahren wurde nahe der Baumgartenmühle zwischen Knesebeck und Hagen Erdöl aus 1500 Metern Tiefe gefördert. 2010 wurde die Produktion eingestellt. Der Energiekonzern Engie E & P Deutschland kehrt jetzt zurück, um zwei Bohrungen zu verfüllen und den ursprünglichen Zustand des Ackerlandes widerherzustellen.

„Wenn der Rückbau abgeschlossen ist, wird hier nichts mehr an die Bohrungen erinnern“, bestätigt Engie-Projektleiter Norbert Götzke. Seit 20 Jahren ist er bereits für den Bereich Rückbau zuständig. Die Arbeiten sollen am 18. April beginnen. Bis Ende Juni sollen laut Götzke alle Spuren beseitigt sein.

Während die Bohrung Wittingen Südost 4 lediglich von 1970-71 aktiv war (3800 Tonnen), hat Wittingen Südost 5 A bis ins Jahr 2010 rund 74 000 Tonnen Erdöl geliefert. Jetzt sollen die verrohrten Bohrlöcher mit Zement verfüllt und 1,50 Meter unterhalb der Grasnarbe geschnitten werden. Dann werden sie mit einer Betonplatte abgedeckt, was dafür sorgt, dass die Löcher dauerhaft hermetisch abgedichtet sind. Eine Verbindungsleitung zwischen den beiden Bohrungen wird ebenfalls vollständig entfernt. Um jede Beeinträchtigung des Untergrunds zu vermeiden, wurde um die Bohrlöcher herum eine eingetiefte Wanne asphaltiert.

Danach werden die asphaltierten Flächen abgetragen und mit Mutterboden aufgefüllt, bis der ursprüngliche Geländezustand wieder hergestellt ist. Damit die Ernteausfälle für den Landwirt, dem das Ackerland gehört, möglichst gering bleiben, wird mit der Rekultivierung bis Ende September gewartet. „Wir stehen von Anfang an in ständigem Kontakt mit dem Eigentümer und haben ihn in alle Schritte miteinbezogen“, bestätigt Götzke. Zudem würde der Landwirt finanziell entschädigt. Als letzter Arbeitsschritt wird noch die temporäre Zufahrt zurückgebaut.

Im Vorfeld der Arbeiten hat Engie in Abstimmung mit der Stadt Wittingen auch die öffentliche Zufahrt zu den Gebäuden der Baumgartenmühle neu asphaltiert. Zwar sei dieser Weg während der Bohrungen kaum genutzt worden. Doch: „Wir dachten, wenn wir schon mal dabei sind, können wir auch etwas Gutes tun“, erklärte Götzke. Die Straße sei jetzt so eben, dass man auf ihr Rollschuh fahren könne. Außerdem wurde gemäß dem landschaftspflegerischen Begleitplan ein Froschschutzzaun errichtet.

Von Sandra Hackenberg

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