Wehren löschen Feuer auf Stoppelfeld und in Waldstück bei Wunderbüttel

Zwei Brände in 30 Minuten

Eine Folge der Trockenheit und Hitze: Rund 200 Quadratmeter Wald standen gestern Mittag am Verbindungsweg zwischen Wunderbüttel und Eutzen in Flammen. Den Feuerwehrleuten gelang es aber, die Flammen rasch zu löschen. Fotos: Schossadowski (2) / Feuerwehr

Wunderbüttel/Eutzen. Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit im Isenhagener Land fordern ihren Tribut. Gestern Mittag mussten die Feuerwehren innerhalb kurzer Zeit gleich zu zwei Bränden im Raum Wunderbüttel ausrücken.

Zunächst stand ein Stoppelfeld am Wirtschaftsweg in Richtung Mannhagen in Brand. Kurz darauf brannte ein Waldstück am Verbindungsweg nach Eutzen. In beiden Fällen ist die Ursache noch ungeklärt. Um 13.12 Uhr heulten die Sirenen zum ersten Mal an diesem Tag. Etwa 45 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Knesebeck, Wittingen, Vorhop, Ohrdorf und Radenbeck wurden mit ihren wasserführenden Fahrzeugen zum brennenden Stoppelfeld gerufen. Nach Aussage von Einsatzleiter Jens Dieckmann, Ortsbrandmeister von Knesebeck, standen etwa 3000 Quadratmeter in Flammen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es den Feuerwehrleuten, den Brand zu löschen.

„Bei dieser Witterung passiert es immer wieder, dass Stoppelfelder brennen“, erklärte Dieckmann im IK-Gespräch. Hinweise, dass das Feuer durch Mäharbeiten ausgelöst wurde, wie kürzlich bei Vorhop und Parsau (das IK berichtete), gibt es laut Dieckmann aber nicht.

Nur etwa 30 Minuten später wurden die Feuerwehren zum nächsten Einsatz gerufen. In einem Kilometer Entfernung brannte ein Waldstück. Dort hatten sich die Flammen auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern ausgebreitet. „Wir haben die Rauchsäule beim Abrücken vom Einsatz am Stoppelfeld gesehen“, sagte Dieckmann. Daraufhin eilten die fünf Wehren zum Einsatzort. Auch dort war das Feuer nach wenigen Minuten gelöscht. Völlig überraschend kamen die beiden Brände nicht, denn im Gebiet der Wetterstation Vorhop herrschte gestern die Waldbrandgefahrenstufe 5, die höchste auf der Skala. Deshalb war das rote Flugzeug des Feuerwehr-Flugdienstes des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen gestern auch zeitweise über dem Gifhorner Nordkreis unterwegs, um mögliche Waldbrände frühzeitig aus der Luft erkennen und Einsätze bessern koordinieren zu können.

Von Bernd Schossadowski

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