Mahrenholzer Holzschwellenwerk: Keiner will die Arbeiter bezahlen

Wer ist zuständig?

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Die Zukunft der Arbeiter des Mahrenholzer Holzschwellenwerks ist noch ungewiss.

Mahrenholz. In den Gebäuden brennt kein Licht, die Tore sind weiterhin verschlossen: Die Mitarbeiter des Holzschwellenwerks im Groß Oesinger Ortsteil Mahrenholz können das Gelände immer noch nicht betreten.

Zum Jahreswechsel hatte ThyssenKrupp das Werk geschlossen (das IK berichtete). 16 Mitarbeiter sollten übernommen werden, für 22 weitere sollten Sozialpläne erarbeitet weden.

„Für die betroffenen Mitarbeiter im Holzschwellenwerk ist das natürlich eine traurige Sache“, so Stefan Ettwig, Pressesprecher von ThyssenKrupp. Er selbst sei von dieser Entwicklung auch überrascht worden, denn es waren nicht nur Teile des Werks selbst von Willibald Marmetschke übernommen worden: „Es besteht auch ein Dienstleistungsvertrag. Nach diesem liegt ein Betriebsübergang nach § 613a des Arbeitsrechts vor. Deswegen ist den Mitarbeitern auch nicht gekündigt worden“, erklärt Ettwig. Aufgrund dieses Vertrages müssten sich die Mitarbeiter mit Willibald Marmetschke wegen Beschäftigung und Gehaltszahlung auseinandersetzen. Über diese Betriebsübernahme wurden die Mitarbeiter in der zweiten Dezemberwoche informiert. Wieso diese Information allerdings erst so spät an die Mitarbeiter weitergegeben wurde, wenn der Vertrag jedoch bereits Ende September unterzeichnet worden war, sorgt bei den Mitarbeitern für Verwirrung und Unverständnis. [...]

Von Dennis Klüting

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