Ortsrat zeigt Daumen hoch für überarbeitetes Entwicklungskonzept

Ziel in Wittingen: Schöne und grünere Innenstadt

Die Wittinger Innenstadt – hier die Lange Straße – soll aufgewertet werden. Vom Ortsrat gab’s grünes Licht für das überarbeitete Entwicklungskonzept, das besonders um Maßnahmen des Klimaschutzes ergänzt wurde.
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Die Wittinger Innenstadt – hier die Lange Straße – soll aufgewertet werden. Vom Ortsrat gab’s grünes Licht für das überarbeitete Entwicklungskonzept, das besonders um Maßnahmen des Klimaschutzes ergänzt wurde.

Wittingen – Für die Wittinger Innenstadt wurde das bestehende Entwicklungskonzept überarbeitet. Es waren vorbereitende Untersuchungen dafür nötig. Der Ortsrat stimmte dem Vorhaben jetzt einmütig zu.

Die Gestaltungssatzung musste an die neuen Fördervoraussetzungen im Rahmen der Städtebauförderung angepasst werden. Das galt insbesondere für Maßnahmen der grünen Infrastruktur beziehungsweise des Klimaschutzes. Das angepasste Konzept war vom 1. bis 30. April öffentlich ausgelegt worden. Stellungnahmen waren dabei aber nicht abgegeben worden.

Zu den Missständen, die im Konzept aufgeführt werden, gehören Funktionsverluste und Leerstände im Bereich Gewerbe und Wohnen, Angebotslücken in der Gastronomie (vor allem am Markt als zentralem Platzbereich) und Angebotslücken im Einzelhandel (unter anderem keine Nahversorgung im Innenstadtbereich). Außerdem kommen eine geringe Zahl an Nutzungen im Bereich Bildung, Kultur und Gemeinwesen in der Stadtmitte, fehlende Angebote für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt sowie ein zu geringes Angebot an öffentlichen Toiletten hinzu.

Zu den strukturellen Stärken des Ortes werden die solide Grundstruktur mit mittelalterlicher Prägung, eine hohe räumliche Vielfalt, kurze Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie die Persönlichkeit der Stadt gezählt. Es fehle aber ein Alleinstellungsmerkmal und das Erscheinungsbild der Innenstadt sei uneinheitlich.

Ein Minuspunkt sei auch, dass die räumliche und architektonische Ausprägung der Stadteingänge zum Teil mangelhaft sei. Wittingen sei in Sachen Verkehr gut erreichbar und habe ein attraktives Angebot an Stellplätzen, der Zustand der öffentlichen Räume (Straßen, Plätze, Grünflächen) sei aber schlecht. Es gebe keine Spielflächen für Kinder und kein Angebot für Jugendliche, keine Radwege, nur schmale Gehwege, Nutzungskonflikte beim Parken und teilweise keine Barrierefreiheit.

Der Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Entwicklung hatte sich in seiner Sitzung am 1. Juli ebenfalls mit der Thematik befasst und dem Konzept zugestimmt. Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg zeigte sich bei der Ortsratssitzung froh darüber, dass die Leader- und ILEK-Fördermittel nicht von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen seien. Für die auf zehn Jahre angesetzte Gesamtmaßnahme geht die Grobkostenschätzung für das Sanierungsgebiet von Gesamtkosten in Höhe von gut 5 Millionen Euro aus. VON PAUL GERLACH

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