Wittingen und Hankensbüttel warten auf Gewissheit in Sachen Oberschule

Die Zeit läuft ab

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Wittingen/Hankensbüttel. Sie warten. Und warten. Und warten.

Doch bald können sie in den Rathäusern von Wittingen und Hankensbüttel nicht mehr warten. Beide Kommunen brauchen dringend eine Entscheidung in Sachen Oberschule. Gibt es für dieses Jahr noch eine Genehmigung oder nicht? Bislang fehlt in beiden Fällen die definitive Aussage der Landesschulbehörde.

Dabei brauchen die beiden Schulträger knapp dreieinhalb Monate vor dem Beginn des nächsten Schuljahres dringend Planungssicherheit. Und nicht nur in der Verwaltung und in den Schulen wird der Bescheid herbeigesehnt.

„Eltern rufen an und fragen, wo sie die Kinder anmelden sollen“, berichtet Wittingens Erster Stadtrat Peter Rothe. Er würde gerne Antworten geben – doch da sind ihm die Hände gebunden. Ohne offizielle Genehmigung kann nicht einmal ein Anmeldetermin festgelegt werden.

So weicht in Wittingen die gespannte Erwartung allmählich angespannter Frustration. Am 20. Dezember hatte die Stadt ihren Antrag auf Oberschule gestellt, die von der Landesschulbehörde gesetzte Frist für die Anträge lief Ende Februar aus.

Weil sich eine Oberschule nicht mal eben in drei Monaten aus dem Boden stampfen lässt, sind viele Hausaufgaben in Wittingen längst gemacht worden. Eine seit November agierende Planungsgruppe mit Vertretern aus Verwaltung, Realschule und Oberschule hat Mensa-Planungen auf den Weg gebracht, Unterrichtspläne für die Oberschule sind ebenso in der Mache wie der Stundenplan der Lehrkräfte, eine Arbeitsgruppe von Lehrern hat Schulbücher festgelegt.

Doch letztlich fehlen noch die entscheidenden Informationen: Wird es die Oberschule geben? Und wenn ja, wie groß wird sie? Wie viele Lehrer, wie viele Mittagessen braucht die Oberschule, die ab Klasse 5 sukzessive aufgebaut werden soll?

Das hängt alles davon ab, ob Hankensbüttel die Sondergenehmigung für eine eigene Oberschule erhält, oder ob auch die Realschüler aus der Samtgemeinde wie bisher in Wittingen zur Schule gehen. Doch auch im Luftkurort hängt man noch in der – Luft. „Wir können maximal noch diese Woche abwarten“, sagt Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Mitte Mai müsse man in die endgültigen Planungen einsteigen, sonst reiche der Vorlauf nicht.

Taebel hat erfahren, dass der Vorgang inzwischen von der Landesschulbehörde ans Kultusministerium abgegeben wurde. Auch Rothe weiß, dass neben Braunschweig mittlerweile auch Hannover in das Verfahren involviert ist (siehe Kasten links).

Von Holger Boden

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