Hoffnung auf Belebung: Wittinger Ortsrat will Veranstaltungen in private Hände geben

Zehn Stände beim Wochenmarkt?

Zu wenige Stände: Der Wittinger Wochenmarkt präsentiert sich meist sehr „übersichtlich“ – das soll anders werden. Foto: Boden

Wittingen. Wittingen soll unter privater Regie einen attraktiveren Wochenmarkt bekommen – diesem Vorhaben hat der Ortsrat am Dienstagabend grundsätzlich zugestimmt.

Die Lokalpolitiker votierten einhellig dafür, dass die Attraktive Wochenmärkte GmbH die Erfolgsaussichten sondieren soll. Erst danach fällt eine endgültige Entscheidung.

Nimmt das Unternehmen sich der Organisation der Wochenmärkte an, dann werden diese künftig möglicherweise an einem anderen Wochentag stattfinden: donnerstags statt, wie bisher, sonnabends. Nach Angaben der Verwaltung wird geltend gemacht, dass am Samstagvormittag zu große Konkurrenz in der Region herrscht.

Mit der Privatisierung soll vor allem eine professionelle Akquise, Vermarktung und Werbung verbunden sein. Für die Beschicker würde die neue Struktur eine leichte Anhebung der Standgebühren bedeuten, von derzeit 1,50 auf 2,20 Euro pro laufendem Meter. Zudem soll eine Werbeumlage von 2,50 Euro pro Stand und Markttag erhoben werden.

Die Stadt kassiert dabei mit: Sie soll 15 Prozent der Standgelder erhalten. Allerdings müsste sie sich bei der Privatisierung auch mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 950 Euro beteiligen.

Laut Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse strebt die Firma Attraktive Wochenmärkte an, pro Markttag 8 bis 9 Beschicker nach Wittingen zu locken, eventuell sogar eine zweistellige Zahl. Die aktuellen Standbetreiber sollen auch künftig eingebunden werden. Das Unternehmen hat der Stadt Referenzen über Wochenmärkte in Städten wie Springe oder Bad Eilsen vorgelegt, die sie mit ihrer Konzeption belebt hat.

Der Ortsrat konnte sich mit der Übertragung der Markt-Organisation anfreunden. Jürgen Schramm (SPD) gab gleichzeitig der Verwunderung Ausdruck, dass Beschicker aus der Umgebung der Brauereistadt den Wittinger Wochenmarkt meiden und „lieber woanders hinfahren als zu uns“. Möglicherweise werde sich dies mit einem anderen Wochentag ändern.

Von Holger Boden

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