Wittinger Grundschüler lernen Zacharias, den Zahlenteufel, kennen / Mathe-Musical für die Kleinsten

Zahlen braucht man nicht – oder?

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Zacharias, der kleine Zahlenteufel kann die Zahlen in der Welt nicht ausstehen. Am liebsten will er, dass die Zahlen verschwinden. Denn auch ohne Zahlen kann man doch auch einen Kuchen backen, oder? 

Wittingen. „Wie ich sie hasse, diese Zahlen!“ Mit dieser unmissverständlichen Aussage betritt Zacharias, der kleine Zahlenteufel (Alexandra Hehl) die Bühne.

In der Turnhalle der Wittinger Grundschule versucht der kleine Teufel die Kinder davon zu überzeugen, dass Zahlen aus der Welt verschwinden müssten, denn „Zahlen sind die Erfindungen von Menschen, die einem den Spaß verderben wollen.“ Man finde sie überall: in der Sprache, auf der Telefonrechnung und auf dem Geburtstagskuchen. Deswegen will er die Welt von dem großen Übel befreien. Doch der große G will dies verhindern. Er schlägt Zacharias eine Wette vor: Drei Aufgaben muss er lösen. Zahlen darf er aber nicht benutzen. Gelingt es ihm, werden alle Zahlen aus der Welt verschwinden. Gelingt es ihm nicht, muss Zacharias die Menschen für immer in Ruhe lassen und „in das Erdloch verschwinden, aus dem er gekrochen ist.“

Zacharias ist überzeugt, die Wette zu gewinnen. Die erste Aufgabe löst er auch mit Leichtigkeit. Der Teufel soll seine Großmutter mit dem Handy anrufen. Die Nummer hat er im Menü gespeichert. „Das war ziemlich einfach“, grinst Zacharias gen Himmel. „Mehr fällt Dir nicht ein?“ Das Lachen vergeht ihm aber schnell, als er die zweite Aufgabe erfährt. Er soll einen Kuchen backen. Aber wie viel Mehl nimmt man? Und bei wie viel Grad wird der Kuchen im Ofen gebacken? Die Zahlen im Backbuch hat er vor langer Zeit schon herausgestrichen. Also legt er los, ohne Zahlen und ohne das Buch. Ein dunkler Kuchen aus Eiern, Butter, einer alten Socke, Echsenfüßen, viel Mehl und Backpulver entsteht. Als Zacharias den Kuchen probiert, verzieht er das Gesicht. Vor dem großen G gibt er an, dass der Kuchen schmeckt. Damit hat der kleine Teufel auch diese Aufgabe gelöst. Aber die dritte Aufgabe: Einen Kuckuck in der Kuckucksuhr beruhigen, dessen Zahlen auf der Uhr geklaut wurden, scheint eine unlösbare Aufgabe zu werden.

Der Wittinger Kulturverein hatte die Aufführung des Nimmerland Theaters zum größten Teil finanziert. Einen kleinen Restbetrag zahlten die Schüler selbst. Da das Theater bereits vor einigen Jahren schon einmal mit einem anderen Stück in Wittingen war und eine tolle Aufführung hinlegte, engagierten die Schule und der Kulturverein das Theater erneut. „Das Stück ist an die Altersgruppe super angepasst. Sie gehen auf die Kinder einfach zu. Das ist toll. Alle Lieder, Texte und das Bühnenbild sind selbst gemacht“, erzählt Stefanie Barnieske, Erste Vorsitzende des Kulturvereins.

Von Ann-Cathrin Brey

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