Event mit Szenegrößen rückt 25-Einwohner-Ort auf die Festival-Landkarte

Wollerstorf wird Jazzdorf

+
Junger Jazz aus der Großstadt: Das NuH[u]ssel Orchestra, der Keyboarder Christoph Spangenberg und Drummer Tobias Held gehören zum Line-Up des Festivals in Wollerstorf. 

Wollerstorf. Wird der kleinste Ort im Wittinger Stadtgebiet zum kulturellen Hotspot? 

Nachdem bereits der Wittinger Kulturverein den 25-Einwohner-Ort mit seinem Dorfsaal für ansprechende Veranstaltungen entdeckt hat, will nun der aus Wollerstorf stammende Martin Werner dort ein Jazz-Festival etablieren. Zunächst ist es auf drei Jahre angelegt – die Premiere steigt am 28. Juli.

„Es soll ein sommerliches Event mit hohem musikalischem Anspruch werden, bei dem bekannte Musiker – unter anderem aus Hamburg und Berlin – ihre Projekte präsentieren“, sagt Werner, der sich als Mit-Organisator bezeichnet. „Es wird dazu einige gesangliche Features von deutschlandweit bekannten Sängerinnen geben, die aber erst im Mai angekündigt werden.“

Ort des Geschehens werden der Dorfsaal sowie der Platz unter den Kastanien im Rundling sein. Die Kapazität ist laut Werner in diesem ersten Jahr auf nur 350 Zuschauer begrenzt. Offenkundig rechnen die Veranstalter aber damit, dass Wollerstorf überregional in den Fokus der Jazz-Fans rückt. Auf der Festival-Homepage www.jazzdorf.com werden auch Hinweise zur Anreise mit Wohnmobil oder Zelt gegeben.

Drummer Tobias Held in Aktion.

Das Line-up verspricht musikalische Klasse. Tobias Held, der Drummer der Band Monopunk (Max Mutzke) und lange Jahre bei Johannes Oerding, kommt mit seinem IndieJazz Project.

Am Keyboard: Christoph Spangenberg.

Der Berliner Keyboarder der Ohrbooten und Echo Jazz-Gewinner Christoph Spangenberg nimmt sich das legendäre Nirvana-Album „Nevermind“ zur Brust, nachdem er dies schon erfolgreich in der Elbphilharmonie präsentieren durfte. Zum Schluss verspricht das NuH[u]ssel Orchestra mächtige Beats und große Soundwände. Die siebenköpfige Band aus Hamburg rekrutiert sich aus Top-Acts der Szene, die schon mit Größen wie wie Al Jarreau oder Tim Bendzko gespielt haben.

Ein Programm also, das nicht nur Jazz-Puristen anspricht – Fusion, Funk und rockige Rhythmen stehen ebenfalls auf der Setlist für den Wollerstorfer Sommerabend.

Von Holger Boden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare