Der Wolf kommt

Geehrte Jäger: Einige Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft ausgezeichnet.

Hankensbüttel – Von Burkhard Ohse. Mit etlichen Aktionen und Veranstaltungen machten die Jäger im letzten Jahr auf sich aufmerksam. Mit Infomobil und Internet, der Jägertag, der zusammen mit dem Jagdmuseum Oerrel durchgeführt wurde, oder der Hubertusmesse, die in diesem Jahr am 6. November in der Klosterkirche in Isenhagen stattfindet, wurde informiert und unterhalten, berichtete der Vorsitzende Dr. Hartmut Kolbe auf der Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft Gifhorn-Nord am Sonnabend auf dem Wiethorn.

Er informierte auch über die neuesten Gerichtsurteile des Europäischen und des Bundesgerichtshofs, wonach Grundstückeigentümer grundsätzlich die Jagd zulassen müssen und sie nur in Einzelfällen, aber nicht pauschal untersagen können. Zudem gebe es keine allgemeine Berechnungsweise bei Wildschäden. Kreisjägermeister Jürgen-Hinrich Kohrs erwähnte die stark vom Vorjahr abweichenden Strecken, unter anderem bei Fuchs und Kaninchen, die zum Teil den harten Witterungen geschuldet seien.

Zudem merkte er an, dass man mit dem Auftauchen des Wolfes rechnen müsse. „Der Wolf sollte in erster Linie unser Thema sein. Er wird wohl durch unseren Landkreis kommen und dann in den Landkreisen Celle und Lüneburg bleiben“, prognostizierte er und forderte, den Wolf ins Jagdrecht zu nehmen. „Nicht, um ihn zu jagen, sondern, um ihn zu schützen“, warnte er davor, das Thema anderen Verbänden zu überlassen.

Während Hasen, Rebhühner oder Fasane oft Opfer der modernen Landwirtschaft würden, gebe es beim Rehwild hohe Fallzahlen an der Straße. Die Jäger sollten daher besonders Anfang Mai die Straßen beobachten. Eine heftige Diskussion gab es um die im letzten Jahre mit Dreiviertelmehrheit beschlossene Beitragserhöhung. Sie war für die Jagdhornbläser gedacht.

Am Sonnabend stellte Kolbe den Antrag der Allersehler Bläser auf rückwirkende Rücknahme der Beitragserhöhung zur Abstimmung. „Wir wollen uns nicht durch eine zweckgebundenen Beitrag in unserer Handlungsfreiheit einschränken lassen“, argumentierte er. Dagegen wendete sich Alf Bödecker von den Wahrenholzer Bläsern. Mit großer Mehrheit folgte die Versammlung dem Antrag, die Beitragserhöhung zurückzunehmen.

Für 60-jährige Mitgliedschaft ehrte die Versammlung Karl Hansen sen. (Pollhöfen) und Erhard von der Ohe (Ummern). 50 Jahre sind Heinrich Lahmann, Siegfried Kaiser, Willi Korth, Heinrich Dralle sen. (alle Wittingen), Kurt Brede (Groß Oesingen), Hermann Cammann sen. (Pollhöfen), Lotti Ehlers (Hankensbüttel), Jürgen Laue sen. (Ummern), Rudolf Scholz (Radenbeck), Willi Fehse, Erich Köllner (beide Dedelstorf) und Anne-Leone Beindorff (Celle) dabei.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Kreisjägerschaft Nord wurden Jürgen Bruns (Wittingen), Günter Hansmeier (Königslutter) und Erich Mackprang (Steinhorst) ausgezeichnet. Das DJV-Verdienstabzeichen in Silber wurde Hartmut Röling (Räderloh) verliehen. Kolbe sprach auch das Thema Fusion mit der Kreisjägerschaft Gifhorn-Süd an (Bericht folgt).

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