Wohl keine Busse auf Messefläche

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Das Gelände der Nordkreismesse wird wohl nicht zum Busdepot. Das Baustellenzubehör soll bis zur Messe verschwinden.

Wittingen - Von Holger Boden. Die größte Verkaufsschau des Isenhagener Landes – die Wittinger Nordkreismesse – wird auch in diesem Jahr an gewohntem Ort über die Bühne gehen. Der Verkauf der Messefläche, die sich in städtischem Besitz befindet, an den Bischof Omnibusbetrieb ist im Prinzip kein Thema mehr.

„Wir kommen da nicht voran“, sagte Stan Schneider als Sprecher des Unternehmens gestern auf IK-Nachfrage. Neben dem städtischen Grundstück hatte der Betrieb für den Neubau seines Busdepots auch Interesse an zwei angrenzenden Teilflächen, die in Privatbesitz sind. Die Eigentümer hätten aber kein Interesse gezeigt, und von städtischer Seite habe er „kein merkliches Bemühen verspürt, ein Paket zu schnüren“, sagte Schneider.

Dem widerspricht Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder entschieden: „Das kann ich so nicht bestätigen. Wir können nur für einen Verkauf werben – in einem Fall haben wir das geschafft, im anderen bisher nicht.“ Und: In diesem zweiten Fall sei von der Verwaltung sogar just ein weiteres Gespräch mit dem Eigentümer anberaumt worden.

Wo der Omnibusbetrieb künftig seine Zelte aufschlägt, ist also offen. Klar ist aber: Eine Entscheidung wird bald fallen. Nach dem Hallenbrand am bisherigen Standort südlich des Kleinbahnhofes ist ein Umzug ausgemachte Sache. Laut Schneider haben Anfragen an die OHE wegen eines Neubaus an selber Stelle oder eines Kaufes des Geländes zu keinem Ergebnis geführt. Den Pachtvertrag für das Gelände habe der Betrieb Bischof zum Ende dieses Jahres gekündigt.

Für die Nordkreismessen-Fläche war der Bau einer Bushalle avisiert worden, die einmal jährlich auch als Messehalle dienen könnte. Weil es mit diesem Vorhaben voraussichtlich nicht klappt, ist nun ein anderer Standort auf Platz eins der Prioritätenliste gerückt. Details will Schneider nicht verraten: „Das ist noch im Backofen.“ Die fragliche Fläche befinde sich ebenfalls in der Stadt Wittingen.

Mit dem Transportunternehmen und seinen rund 50 Mitarbeitern wolle man gern im Stadtgebiet bleiben, sagt Schneider – betont aber auch, dass der Betrieb sich nach Standorten in anderen Kommunen umsehen müsse, wenn in Wittingen kein geeigneter Platz gefunden werde. Schneider: „Es drängt uns nicht aus der Stadt, aber es gibt Alternativen.“

Für die Nordkreismesse heißt das: Bis auf Weiteres bleibt alles beim Alten. Allerdings: Die auf dem Messegelände gelagerten Sandhügel und Gerätschaften, die mit der Sanierung der Goethestraße in Verbindung stehen, vertragen sich nicht mit dem Aufbau einer großen Verkaufsschau. Das weiß man auch im Rathaus: „Wir sind an der Sache dran, das ist bis zur Messe alles weg“, sagt Bauamtsleiter Albert Soltau.

Die Vorbereitungen für die Messe laufen derweil schon auf Hochtouren. Wegen des späten Ostertermins liegt der Messetermin in diesem Jahr früher als gewohnt: am 2. und 3. April – das ist in etwas mehr als zehn Wochen. Laut Mit-Initiator Karlheinz Glaubitz findet Anfang Februar der erste Besprechungstermin für die Aussteller statt. Wer mitmachen will, kann sich bei ihm unter (0 58 31) 25 19 80 melden – oder bei Arnd Meyer in Hankensbüttel unter (0 58 32) 17 30.

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