Wohin mit der Oberschule?

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In der nächsten Woche muss sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Brome mit der Standortfrage der Oberschule beschäftigen.

Brome/Rühen. – Von Carola Peiser. Erst im Dezember hatte sich die Politik mehrheitlich gegen den Vorschlag der Verwaltung entschieden, den Sitz der Ganztagsgrundschule nach Rühen zu verlegen. Nun steht im Schulausschuss der Samtgemeinde Brome, der am kommenden Dienstag tagt (18 Uhr, Bromer Rathaus), die nächste Diskussion bevor: An welchen Standort soll die Oberschule?

Nach Meinung von Verwaltungschef Jürgen Bammel ist der Standort Rühen aus Platzgründen alles andere als geeignet – schon gar nicht, wo nun im Rühener Schulzentrum die Ganztagsgrundschule untergebracht werden soll. Real- und Hauptschule sollen dann zusammengefasst werden. „Es wird einfach zu eng. Wir können in Rühen nicht eine Ganztagsschule und eine Oberchule betreiben, ohne in bauliche Maßnahmen investieren zu müssen“, so der Bromer Verwaltungschef. Schließlich bestehe auch der Bedarf an weiteren Kindergartenplätzen. Dafür wurden bisher freiwerdende Räume der Realschule- und Grundschule genutzt und bereits drei Gruppen eingerichtet. Eine Erweiterung ist dort dann nicht mehr möglich. Bleibt die Frage, wo dann angebaut werden muss: in Rühen oder in Brechtorf?

„Es hatte seinen Grund, dass ich Parsau als GTS-Standort vorgeschlagen hatte. Nur so kann der Standort Rühen entzerrt werden“, betont Bammel. Nicht ohne Grund sei auch bereits 1992/93 über das Thema diskutiert und letztendlich vom Samtgemeinderat beschlossen worden, in Parsau ein Schulzentrum zu bauen.

Im Dezember hat der Samtgemeinderat den Verwaltungschef aufgefordert, die Möglichkeit der Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig zu prüfen – inklusive der Auswirkungen auf die Finanzen und Räumlichkeiten. Und die sehen, wie Bammel gegenüber dem IK vorrechnet, nicht gut aus: „Ich stelle gerade Prognosen für Investitionsmaßnahmen in den nächsten Jahren auf. Die Darlehensverschuldung konnte bis vor zwei Jahren noch abgebaut werden. In 2010 hatten wir 10 Millionen Euro – und dann soll mir mal jemand erklären, wie man es sich leisten kann, Räumlichkeiten wie in Parsau leerstehen zu lassen.“

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